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Corona-Finanzloch: Sanierung der Olympia-Regatta auf Prüfstand | BR24

© imago images/Michael Eichhammer

Ruderregattastrecke in München-Oberschleißheim

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Corona-Finanzloch: Sanierung der Olympia-Regatta auf Prüfstand

Fehlende Einnahmen durch die Coronakrise bringen die Stadt München um Millionen. Die angedachten Sparmaßnahmen betreffen auch die olympische Ruderregattastrecke in Oberschleißheim. Die eigentlich fällige Sanierung könnte erst einmal ausfallen.

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Der olympische Ruderregattastrecke in München-Oberschleißheim rutscht wieder einmal unfreiwillig in die Schlagzeilen. Erst stand die Strecke vor dem Aus, es drohte sogar der Abriss, seit 2018 steht die Anlage unter Denkmalschutz. Nun steht die dringend notwendige Sanierung auf dem Prüfstand.

Die Kosten für eine Sanierung wurden zeitweise auf etwa 40 Millionen Euro beziffert, diese Summe soll mittlerweile aber weitaus höher liegen. Die Erneuerung der Anlage war auch aufgrund der European Championships angesetzt, die 2022 in München stattfinden.

Sanierung der Ruderregatta auf dem Prüfstand

"Der aktuelle Stand ist, dass der Stadtrat wohl jetzt diskutiert", sagte Marion Schöne, Geschäftsführerin des Münchner Olympiaparks im Exklusivinterview mit BR24 Sport. Rund 750 Millionen Euro sollen der Stadt fehlen und deshalb frage sich die Stadt: "Wo kann man sparen? Und es ist natürlich auch die Sanierung der Ruderregatta-Stätte auf dem Prüfpunkt gerade momentan", sagt Schöne.

© BR

München ist 2022 Gastgeber der European Championships. Kanuten und Ruderer treten auf der olympischen Ruderregattastrecke an. Ob die bis dahin saniert wird, ist offen, sagt Marion Schöne, Geschäftsführerin des Münchner Olympiaparks.

European Championships 2022 nicht gefährdet

Ob die Ruderregatta saniert wird oder nicht bringt allerdings keine Änderungen für die European Championships 2022 mit sich. In zwei Jahren wird München Gastgeber von Europameisterschaften in neun Sportarten sein, darunter auch Kanu und Rudern, das in Oberschleißheim stattfinden soll.

"Es ist so, dass wir auch - bevor wird den Zuschlag bekommen haben - ja noch nicht wussten, dass die Regattastrecke saniert wird," erklärte Schöne und gab Entwarnung: "Das heißt, wir haben ein Konzept mit temporären Maßnahmen, wie wir Rudern und Kanu durchführen können. Also es ist möglich. Natürlich wäre es schöner - und ich denke auch was wäre optisch ein schöneres Bild -, wenn wir auf einer (...) teilsanierten Regattastrecke die Wettbewerbe austragen können. Aber es ist auch mit den Verbänden abgeklärt, es ginge mit temporären Maßnahmen."

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Aus dem Archiv des BR Sport: München hatte sich beworben, die erste Stadt zu werden, die sowohl Olympische Sommer- wie auch Winterspiele ausrichten darf. Vor der Vergabe der Spiele 2018 ging BR-Sportreporter Thomas Klinger in München.