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Comeback nach Verletzung: Lewandowski und Süle gewinnen Zeit | BR24

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Robert Lewandowski ist wieder im Training

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    Comeback nach Verletzung: Lewandowski und Süle gewinnen Zeit

    Die Corona-Krise hat nicht nur Nachteile für die Fußball-Bundesliga. Einige Spieler können in der Zwangspause ihre teils langwierigen Verletzungen auskurieren und wären bei einem möglicherweise eng getakteten Saisonfinale wieder einsatzbereit.

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    Bevor die Corona-Pandemie die Fußball-Bundesliga lahmlegte, konnte Robert Lewandowski nicht einmal eingeschränkt trainieren. Der Torjäger vom FC Bayern München hatte sich im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League im Februar die Schienbeinkante im linken Kniegelenk angebrochen und fehlte in den beiden Spielen vor der Zwangspause. Seit Montag ist Robert Lewandowski wieder in der Spur, soweit er es in einem Training ohne Zweikämpfe eben sein kann. Dennoch: Bei einer Wiederaufnahme der Bundesliga im Mai dürfte er zumindest körperlich wieder topfit sein und stünde in den entscheidenden Spielen zur Verfügung.

    Auch Süle könnte profitieren

    Lewandowski ist nicht der Einzige, für den die grundsätzlich tragischen Umstände persönlich betrachtet, auch eine positive Seite haben. Auch Nationalspieler Niklas Süle kann nun nach seinem Kreuzbandriss ohne Druck wieder aufgebaut werden. Während seiner Verletzungspause hat Trainer Hansi Flick eine zunächst aus der Not geborene Innenverteidigung aus David Alaba und Jerome Boateng geformt. Außerdem stünde der ebenfalls lange Zeit verletzte Lucas Hernandez als weitere Option zu Verfügung. Damit hätte Flick gleich vier starke zentrale Verteidiger zur Auswahl, sollten sich die Spiele ab Mai häufen. Bei einem normalen Saisonverlauf hätte der 24-Jährige den Rekordmeister wohl nur eingeschränkt unterstützen können.

    Rettung in letzter Sekunde?

    Die Unterbrechung könnte das Ergebnis der Fußball-Bundesliga also noch einmal entscheidend verändern. "Der Druck, wieder fit zu sein, ist normalerweise viel größer", berichtete Marco Reus. Er sei weit davon entfernt, in der Krise etwas Gutes zu sehen, aber: "Jetzt nutze ich die Pause, um meinen Körper neu einzustellen. Im Mai ist wieder mit mir zu rechnen". Der Dortmunder hatte zuletzt am 4. Februar auf dem Platz gestanden.

    Werder Bremen könnte bei einem Neustart mit Philipp Bargfrede, Ömer Toprak und Kevin Möhwald wohl auf gleich drei Langzeitverletzte zählen, die für den Abstiegskampf von Bedeutung wären. In Wolfsburg hofft man derweil auf eine rechtzeitige Rückkehr von Kapitän Josuha Guilavogui. Schalke 04, dass auch wegen zahlreicher Verletzungen seine letzten sieben Punktspiele nicht gewinnen konnte, bekäme mit Suat Serdar, Daniel Caligiuri, Salif Sane, Juan Miranda und Benjamin Stambouli beinahe eine halbe Mannschaft zurück. Beim Tabellendritten Leipzig haben sich unterdessen die Leistungsträger Kevin Kampl und Ibrahima Konate zurückgemeldet, Trainer Julian Nagelsmann hat nun Zeit, sie in Ruhe an die Mannschaft und den Saisonendspurt heranzuführen. In diesen könnte womöglich auch der Leverkusener Kevin Volland wieder eingreifen. "Ich denke, dass ich im Mai wieder bereit wäre, mit dem Team zu trainieren", berichtete er nach seinem Syndesmoseriss im linken Sprunggelenk.