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Club will Klassenerhalt mit mutigerem Stil erreichen | BR24

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Der Club-Coach ist optimistisch: "Es gilt, positiv in die Zukunft zu schauen. Wenn wir unsere Dinge in den nächsten 17 Spielen gut erledigen, haben wir auch eine gute Chance, die Liga zu halten."

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Club will Klassenerhalt mit mutigerem Stil erreichen

Wie in den Jahren 2006 und 2007 bereitet sich der 1. FC Nürnberg unter der Sonne Südspaniens auf die Rückrunde vor. Der Tabellenletzte der Bundesliga reiste mit vielen Sorgen nach Benahavis, will aber nach guter Vorbereitung mutig durchstarten.

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Im Hinterland der Costa del Sol wird beim Club von früh bis spät gearbeitet. Nur noch knapp zwei Wochen Vorbereitung bleiben Trainer Michael Köllner, um sein Team besser zu machen. Lediglich elf Punkte hat der Aufsteiger in der ersten Saisonhälfte geholt. Aber nur drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz - das wäre aufholbar. Doch dafür ist eine klare Leistungsverbesserung notwendig. Entsprechend wird im Trainingslager in der Nähe von Marbella geschuftet.

Die Zeit bis zum Rückrundenauftakt am 20. Januar gegen Hertha BSC könnte knapp werden. Schon die ersten drei, vier Spiele dürften richtungsweisend für den Club sein.

Bislang keine Neuzugänge bestätigt

Aktuell haben die hoch verschuldeten Franken noch keine Verstärkung geholt. Köllner steht also nur das bisherige Personal zur Verfügung, wenngleich er Hanno Behrens, Eduard Löwen, Enrico Valentini und Christian Mathenia gerne als "interne Neuzugänge" bezeichnet. Das Quartett kehrte nach Verletzungen und zum Teil mehrmonatigen Pausen Anfang des Jahres auf den Platz zurück.

Zudem studiert der Coach mit seiner Mannschaft einen offensiveren, mutigeren Spielstil mit möglichst aggressivem Pressing, Mittelfeldraute und zwei Stürmern ein. Im ersten Test gegen den niederländischen Erstligisten PEC Zwolle (1:1) funktionierte das 4-4-2 allerdings bloß in Ansätzen, ehe er zur Pause komplett durchwechselte. Robert Bauer musste seinen Platz mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss sogar schon nach vier Minuten räumen.

Hoffnungen ruhen auf Kubo, Misidjan und Pereira

Ganz vorn ist Virgil Misidjan neben Mikael Ishak erste Wahl, Yuya Kubo und Matheus Pereira kämpfen um den Platz dahinter. Vor allem in die drei Sommer-Zugänge - allesamt erst Ende August nach Nürnberg gekommen - setzt der Trainer große Hoffnungen. "Sie können das Thema positiv beeinflussen", sagt Köllner, der seinen Fußballern in Benahavis auch mehr Zielstrebigkeit und Entschlossenheit vor dem Tor beibringen möchte.

© picture alliance/Carmen Jaspersen/dpa

Nürnbergs Spieler Virgil Misidjan (links) und Yuya Kubo (rechts)

Erfolglose Hinrunde abgehakt

Elf Spiele in Folge ohne Sieg haben Spuren hinterlassen, sind aber offiziell abgehakt. Wichtig ist nur noch die nahe Zukunft, in der eher Nürnberg-untypisch weiter Köllner das Sagen haben wird. Sportvorstand Andreas Bornemann ist nach wie vor überzeugt vom Oberpfälzer und würde mit ihm notfalls sogar in die 2. Liga gehen. Von sich aus würde Köllner bloß hinschmeißen, wenn er die Mannschaft eines Tages nicht mehr erreichen sollte.

Fortsetzung vom "Weg der Vernunft"

Auch der Aufsichtsrat hat ihm vor ein paar Tagen den Rücken gestärkt. Das oberste Kontrollgremium des Vereins sieht die sportliche Entwicklung zwar kritisch, auch Handlungsoptionen würden "sorgfältig diskutiert", wie der Vorsitzende Thomas Grethlein sagte. Es bleibe jedoch dabei, "den eingeschlagenen Weg der Vernunft fortzusetzen". Wohin der genau führen wird, ist derzeit noch völlig offen.