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Choupo-Moting und das Champions-League-Date mit dem "Ex" | BR24

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Eric Maxim Choupo-Moting und Bayerntrainer Hansi Flick

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    Choupo-Moting und das Champions-League-Date mit dem "Ex"

    Zwei Jahre spielte Eric Maxim Choupo-Moting bei Paris St. Germain, dann wurde er nicht mehr gebraucht und wechselte ablösefrei zum FC Bayern. In der Champions League könnte er seinem Ex-Klub zeigen, dass er als Goalgetter noch immer weltklasse ist.

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    Von
    • Bernd R. Eberwein

    "Er hat seine Sache gut gemacht, er hat seine Sache ordentlich gemacht." Das Lob von FC-Bayern-Trainer Hansi Flick für Eric Maxim Choupo-Moting nach dem 1:0-Sieg bei RB-Leipzig fiel verhalten aus.

    Erwartungsgemäß. Denn Flick vermeidet es so oft wie möglich, einzelne Spieler herauszustellen. Der Trainer schätzt das Kollektiv und genießt im Stillen, dass seine Mannschaft auch von starken Einzelkönnern lebt.

    Seit dem Ausfall von Torgarant Robert Lewandowski fehlt einer dieser starken Einzelkönner. Choupo-Moting sprang gegen Leipzig ein und holte sich Flicks dezentes Lob.

    FC Bayern und Choupo-Moting müssen sich noch finden

    Rund lief längst nicht alles. Das auf Lewandowski zugeschnittene Offensivspiel der Bayern krankte - auch, weil sich die Mannschaft erst auf die Laufwege des "Neuen" im Sturmzentrum einstellen muss. Leipzig war erst Choupo-Motings zweites Bundesligaspiel für die Bayern von Beginn an. Insgesamt stand er in der Liga in 17 Spielen nur 510 Minuten auf dem Platz.

    Choupo-Moting erneut in der Startelf?

    Trotzdem dürfte Choupo-Moting im Champions-League-Duell bei seinem Ex-Klub Paris St. Germain (Mittwoch, 21.00 Uhr, Radio-Livereportage bei B5 aktuell) von Flick wohl erneut in die Startelf beordert werden.

    Zum einen natürlich, weil Choupo-Moting das Pariser Team - und somit auch die Schwachpunkte - durch seine eigene Zeit dort noch bestens kennt. Zwar haben mit Kapitän Thiago Silva und Thomas Meunier zwei Abwehrsäulen den Klub verlassen. Ansonsten hat Trainer Mauricio Pochettino aber weitgehend den Kader seines Vorgängers Thomas Tuchel aus der vergangenen Saison - mit allen Stärken und Schwächen - zur Verfügung.

    Flicks taktische Möglichkeiten

    Daneben hat Flick durch den Einsatz von Choupo-Moting deutlich mehr Spielraum bei möglichen Wechseln während einer Partie. Beginnen die Bayern in ihrem "klassischen" System mit zwei Flügel- und einem zentralen Stürmer, kann Flick je nach Spielverlauf einfacher variieren.

    Gegen Leipzig sorgte er mit Serge Gnabry und Jamal Musiala für Leroy Sané und Leon Goretzka für mehr Unberechenbarkeit in der Bayern-Offensive. Linke Seite, rechte Seite, zentral oder hinter der Spitze - Flicks Offensivkräfte sind universell ausgebildet.

    Ein Choupo-Moting als "Joker" ist dagegen auf die Sturmspitze festgelegt, auch wenn er früher gelegentlich schon auf den Flügeln agierte. Die Bayern würden aber berechenbarer. Ersetzt Choupo-Moting dagegen Lewandowski positionsgetreu in der Startelf, kann Flick am einstudierten Grundsystem festhalten und behält seine Flexibilität, um während eines Spiels nachzusteuern.

    Teamplayer Choupo-Moting

    Choupo-Moting sind solche Überlegungen vermutlich egal. Der 32-Jährige nimmt seit seinem Wechsel zu den Bayern die Rolle als Lewandowski-Backup und bisher geringe Einsatzzeiten fast schon stoisch hin. "Ob ich am Ende spiele oder nicht spiele, ist egal. Hauptsache wir sind als Mannschaft erfolgreich", sagte er nach dem Lewandowski-Ausfall in einem Interview.

    Auch vor dem Champions-League-Hinspiel gibt er sich bescheiden und schiebt, ganz wie der Trainer, das Team in den Mittelpunkt. "Das Wichtigste ist, dass wir es zusammen als Mannschaft auf den Platz bringen und das ist die Stärke von Bayern", so Choupo-Moting.

    Wenn er in der laufenden Saison einmal einspringen musste, war er vor allem in der Champions League sofort da. Fünf Spiele, zwei über die volle Distanz, zwei Tore und immer viel Unruhe in den gegnerischen Abwehrreihen. Die Bilanz liest sich solide, "ordentlich gemacht" würde Flick vermutlich sagen.