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Choupo-Moting: Bereit für den Lewandowski-"Schatten" | BR24

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Der FC Bayern ist seiner Favoritenrolle im DFB-Pokal gegen den Fünftligisten 1. FC Düren gerecht geworden und siegte mit 3:0. Sehen Sie hier die Höhepunkte der Partie.

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Choupo-Moting: Bereit für den Lewandowski-"Schatten"

Eric Maxim Choupo-Moting feierte im DFB-Pokal mit zwei Treffern und zahlreichen Toraktionen einen gelungenen FC-Bayern-Einstand. Der vermeintliche Not-Einkauf für den Sturm scheint beim Rekordmeister mit 31 Jahren noch einmal aufzublühen.

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"Ich bin einfach happy, hier zu sein." Eric Maxim Choupo-Moting war nach dem 3:0-Pokalsieg des FC Bayern gegen Fünftligist Düren rundum zufrieden. Zwei Tore, ein Assist, dazu die Wahl zum "Man of the Match" - viel besser hätte das Pflichtspieldebüt des Deutsch-Kameruners bei den Münchner nicht laufen können.

Dass er zwei weitere Topchancen vergab, dazu ein weiterer Treffer mangels Torlinientechnik nicht gezählt wurde? Geschenkt. Denn auch Trainer Hansi Flick lobte den gelungenen Einstand: "Er hat gezeigt, dass er Tore schießen und Elfmeter rausholen kann. Fürs erste war ich zufrieden."

Eric Maxim Choupo-Moting, kurz vor Schließung des Transferfensters ablösefrei verpflichtet, könnte sich tatsächlich als ein unerwarteter Trumpf in der bevorstehenden kräftezehrenden Saison erweisen - und als durchaus hochwertiger "Schattenmann" für Topstürmer Robert Lewandowski.

Choupo-Moting ist kein "Knipser"

Zu erwarten wäre das nicht unbedingt. Denn Choupo-Moting ist zwar nominell Stürmer. Doch die Torquote des 31-Jährigen war bei seinen bisherigen Stationen alles andere als berauschend. Choupo-Moting reißt zwar Löcher in gegnerische Defensivreihen, ein typischer "Knipser" ist er aber nicht.

Am stärksten spielte er noch in seiner Bundesligazeit in Mainz und Schalke in den 2010er-Jahren, wo er in 74 bzw. 82 Partien 20 Mal bzw 18 Mal traf. Bei seinem letzten Arbeitgeber Paris St. Germain traf Choupo-Moting in 31 Spielen gerade sechs Mal.

Warum sollte Choupo-Moting also ausgerechnet mit über 30 noch eine Verwandlung zum Goalgetter durchlaufen? Die viel zitierte FC-Bayern-Familie könnte dafür sorgen, dass der 1,91-Meter-Mann vielleicht doch noch einen späten zweiten Frühling erfährt.

"Happy" in Bayern

Hört man Choupo-Moting nach seinen ersten Bayern-Wochen, scheint er im Fußball-Paradies angekommen zu sein. "Ich bin happy, mein erstes Spiel gemacht zu haben für Bayern München. Ich bin happy, zurück in Deutschland zu sein. Und ich bin um so glücklicher, entscheidend beteiligt gewesen zu sein mit zwei Toren und dem Elfmeter", sagte er nach dem Düren-Sieg.

"Ich fühle mich jetzt schon zu hundert Prozent Bayern München." Eric Maxim Choupo-Moting

Choupo-Moting scheint schneller als erwartet in München angekommen. "Choupo bringt Spielwitz mit. Er passt gut in unsere Spielweise, da er technisch mit dem Ball sauber unterwegs ist. Und wenn er die Torquote hält, dann passt es definitiv", lobte auch Thomas Müller mit einem Augenzwinkern. Und schob noch nach, dass Choupo-Moting auch in Sachen Stimmung eine Bereicherung für die Bayern-Kabine sei.

Gleichzeitig scheint es unwahrscheinlich, dass Choupo-Moting angesichts der Vorschusslorbeeren abheben und Stammplatzansprüche stellen könnte. Er weiß genau, dass er eben nur der Ersatz für Lewandowski ist, nicht mehr nicht weniger.

Choupo-Moting: Respekt vor Lewandowski und "Bock" auf Bayern

"Ich habe Riesenrespekt vor Lewy, er wurde verdientermaßen zum besten Spieler der Saison gewählt. Wenn ich meine Minuten nach ihm bekomme, ist das in Ordnung. Und wenn wir zusammenspielen, umso besser", sagt Choupo-Moting ganz demütig.

Dass er wohl trotzdem mehr Zeit auf der Bank als auf dem Platz verbringen wird? Choupo-Moting scheint das egal. Er hat einfach "Bock" auf den FC Bayern, will Titel sammeln und seine Einsatzzeiten genießen. Die werden kommen, da ist er ganz sicher. "Wir werden noch so viele Spiele haben", sagte er mit Blick auf das "brutale Programm" der nächsten Wochen. Choupo-Moting ist bereit für seine Backuprolle.

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Der Fünftligist 1. FC Düren machet es im DFB-Pokal gegen den FC Bayern besser als der FC Barcelona oder Schalke. Nur drei Tore erlaubten die wackeren Amateure den Münchnern bei der Präsentation ihrer Neuzugänge.