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Jochen Drees, fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim DFB
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Jochen Drees, fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim DFB

Drees beklagt bezüglich der strittigen Entscheidung vor allem die mangelnde Kommunikation zwischen dem Schiedsrichter und dem Video-Assistenten in einem Statement auf der Internetseite des Deutschen Fußballbund (DFB). Es gäbe Fälle, in denen es unbedingt zu einem On-Field-Review kommen muss, "damit der Schiedsrichter auf der Grundlage der Videobilder in der Review-Area diese Beurteilung eigenständig vornehmen und anschließend eine Entscheidung treffen kann", sagt der Projektleiter. Das betreffe besondere Situationen, die "in einem klar strafbaren oder nicht strafbaren Bereich liegen" oder wenn es darum geht, "ob eine falsche Wahrnehmung des Schiedsrichters" vorliege.

Strafstoßentscheidung "nicht korrekt"

Bei der fraglichen Elfmeterentscheidung im Pokal-Halbfinale zu Gunsten des FC Bayern München handelt es sich genau um solch eine strittige Situation. "Einerseits gibt es Aspekte, die auf fachlicher Ebene gegen einen Strafstoß sprechen. Andererseits gibt es allerdings auch einen Aspekt, der für ein strafstoßwürdiges Vergehen spricht", erläutert Drees. Deshalb wäre seiner Meinung nach der Videobeweis unbedingt nötig gewesen und die im Spiel angezeigte Strafstoßentscheidung "aus schiedsrichterlicher Sicht nicht korrekt".

Heftige Diskussionen bereits nach dem Schlusspfiff

Auf beiden Seiten war es nach dem 3:2 für den FC Bayern München im Pokal-Halbfinale gegen Werder Bremen wegen des strittigen Elfmeters zum Siegtor zu heftigen Diskussionen auf beiden Seiten gekommen.