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Champions League: Rekordmann Thomas Müller ist unverzichtbar | BR24

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"Für mich ist es eine Durchgangsstation. Ich hoffe, noch ein paar Jahre zu spielen, auch in der Champions League. In Anbetracht unserer Ziele gegen Barcelona ist das nur Schall und Rauch und nur nebenbei interessant."

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Champions League: Rekordmann Thomas Müller ist unverzichtbar

Mannschaftsdienlich, unorthodox und immer heiß - Thomas Müller ist für den FC Bayern unverzichtbar. Seit der Viertelfinal-Gala gegen den FC Barcelona ist er auch alleiniger Rekordhalter - kein deutscher Spieler lief häufiger in der Königsklasse auf.

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Vor dem Champions-League-Viertelfinale zwischen dem FC Bayern und dem FC Barcelona redeten alle von den Duellen Robert Lewandowski gegen Lionel Messi und Manuel Neuer gegen Marc-André ter Stegen. Doch es ist Thomas Müller, der den deutschen Rekordmeister mehr als jeder andere im Kader lebt und verkörpert.

Seit dem 8:2-Sieg im Viertelfinale gegen den FC Barcelona ist der 30-Jährige alleiniger deutscher Rekordspieler in der Königsklasse. Es war sein 113. Champions-League-Spiel - keiner hat mehr.

Der Weltmeister überholte in der Partie seinen ehemaligen Mannschaftskapitän Philipp Lahm (112 Einsätze). Hinter Lahm und Müller folgt Manuel Neuer, der gegen Barça zum 109. Mal in der Champions League zwischen den Pfosten stand. Der jetzige Bayern-Vorstand Oliver Kahn brachte es auf 103 Spiele genauso wie Toni Kroos von Real Madrid. Den internationalen Rekord hält der ehemalige Real-Keeper Iker Casillas mit 177 Champions-League-Spielen.

Flicks Lob und Müllers Antwort

"Thomas Müller ist einzigartig, nicht zu kopieren", schwärmte sein Trainer Hansi Flick schon vor der Gala gegen Barcelona. Der oft unorthodoxe Müller ließ prompt Taten folgen. Sein Jubiläumsspiel versüßte sich der Mann, den Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr für Länderspiele berücksichtigen will, mit zwei Treffern. Damit schraubte er seine eindrucksvolle Saisonbilanz auf 48 Pflichtspiele, in denen er 14 Treffer erzielte und sagenhafte 25 Torvorlagen gab. Doch der "Man of the Match" wollte nicht über seinen Rekord reden. SAchon am Donnerstag hatte er gesagt: "Das ist eine Durchgangsstation. Ich hoffe, dass noch viele Champions-League-Spiele dazukommen werden."

"Eigentlich hat er nur gesagt, dass ich einmalig bin. (...) Ich werde probieren, meine Stärken unter Beweis zu stellen, dass er das noch besser ausformulieren kann." Thomas Müller zum Lob von Trainer Hansi Flick
© picture-alliance/dpa

2009 debütierte Müller gegen Sporting Lissabon in der Champions League

Champions-League-Debüt 2009 noch unter Klinsmann

Seinen Einstand in der Königsklasse gab Müller vor mehr als elf Jahren, am 10. März 2009 gegen Sporting Lissabon: Er wurde 18 Minuten vor dem Spielende eingewechselt, übrigens für Bastian Schweinsteiger, in der Schlussminute traf er zum 7:1-Endstand. Seine Mitspieler waren Lukas Podolski und Miroslav Klose, sein Trainer: Jürgen Klinsmann. In den bisherigen 112 Spielen hat Müller 44 Treffer erzielt und weitere 22 vorbereitet.

2013 gehörte der ehemalige Nationalspieler zu den Helden von Wembley. Im deutschen Endspiel gegen Borussia Dortmund siegte er mit seinen Bayern 2:1 und holte das "Triple" nach München - diesen Coup würden die Münchner nun in Lissabon gerne wiederholen. Und die Vorzeichen stehen günstig, glaubt zumindest der Jubilar: "Die jungen Spieler sind extrem hungrig - und auch die Alten wollen es noch einmal wissen", sagte er Anfang August der Süddeutschen Zeitung.