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Nach dem souveränen 4:1-Sieg bei RB Leipzig sieht Bayern-Trainer Julian Nagelsmann die Aufgabe in der Champions League beim FC Barcelona gelassen. Auch weil sein Topstürmer wohl rechtzeitig fit wird.

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Champions League: FC Barcelona ist "schwer greifbar"

Bayern-Coach Julian Nagelsmann erwartet nach dem Abgang von Superstar Lionel Messi ein defensiv stärkeres Barcelona. Uli Hoeneß sieht den Verein hingegen nicht mehr als Vorbild. BR24 Sport überträgt das Spiel am Dienstag in der Radio-Livereportage.

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Julian Nagelsmann erwartet ein schweres Spiel in Barcelona

Ohne Lionel Messi, ohne Luis Suarez, ohne Antoine Griezmann. Das Gesicht des FC Barcelona hat sich seit dem letzten Aufeinandertreffen mit dem FC Bayern, dem 8:2 im Champions-League-Viertelfinale 2020, drastisch verändert. Doch unterschätzen sollte man die Katalanen nicht, sagt Bayern-Torwart Manuel Neuer: "Der FC Barcelona wird nie schwach sein. Wir haben den höchsten Respekt für die Spieler, die für Barca spielen. Ich glaube an ein enges Spiel."

Und auch Julian Nagelsmann sieht im FC Barcelona nach dem Abgang von Messi keinen leichten Gegner: "Ich sehe sie weder deutlich schwächer noch deutlich stärker. Sie sind vor allen Dingen anders. Sie sind schwer greifbar", sagte der Bayern-Trainer auf der Pressekonferenz vor der Abreise nach Barcelona. Nagelsmann erklärte, dass sich die Spielweise der Katalanen deutlich verändert hätte. "Sie spielen ein sehr hohes Pressing. Alle Spieler auf dem Feld sind in der Defensive sehr engagiert, was mit Lionel Messi nicht immer der Fall war."

Messis Abgang - eine Chance für junge Spieler

Besonders zwei Spieler könnten laut Nagelsmann vom Abgang des Superstars auch profitieren: "Es gibt jetzt die Chance, aus dem Schatten, den Lionel Messi geworfen hat, herauszutreten. Für junge Spieler wie Frankie De Jong und Pedri ist das eine Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen." Nagelsmann richtet sich auf ein FC Barcelona ein, das sehr schwer zu bespielen sei. "Auch wenn es die Extravaganz, die Lionel Messi in das Spiel gebracht hat, nicht mehr gibt."

Wenn die Bayern heute den Flieger nach Barcelona besteigen, werden auch die angeschlagenen Spieler Serge Gnabry, Robert Lewandowski und Kingsley Coman mit an Bord sein. Für Corentin Tolisso kommt das Spiel jedoch zu früh.

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"Barcelona ist kein Vorbild mehr", sagt Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß auf der blauen Couch und erzählt von einem Gespräch mit David Alaba.

Uli Hoeneß: Bayern ist Favorit

Anders als Nagelsmann sieht Uli Hoeneß den FC Bayern deutlich stärker als die Katalanen. "Eigentlich sind wir der Favorit, weil Barcelona aufgrund der Spielerverkäufe und der wirtschaftlichen Probleme nicht in Bestform sein kann", so der Ehrenpräsident der Bayern in der Bayern-1-Sendung Blaue Couch und formuliert seine Erwartungen für das Spiel am Dienstag: "Auf keinen Fall verlieren."

Der FC Barcelona, der lange als beste Mannschaft der Welt galt, habe laut Hoeneß seinen Status als Vorbild für den europäischen Fußball verloren. "David Alaba hat mir mal erzählt, sein Traum ist es, in Barcelona zu spielen. Dann habe ich zu ihm gesagt: 'Willst du dann mit dem Präsidenten oder dem Insolvenzverwalter verhandeln?'", so Hoeneß.

Hoeneß: "Man muss auch mal Nein sagen."

Der FC Barcelona hat nach Angaben seines Präsidenten Joan Laporta 1,35 Milliarden Euro Schulden. Dies, gepaart mit den enorm hohen Gehaltskosten, führte im Sommer dazu, dass Barca den Vertrag von Superstar Lionel Messi nicht verlängern konnte und mehrere Spieler freiwillig auf Gehalt verzichteten.

Eine Entwicklung, die Hoeneß nicht verstehen kann: "Ich bin auch dafür, dass man an die Grenzen geht. Aber in dem Moment, wo das Ganze nicht mehr vernünftig refinanzierbar ist, muss man halt auch mal Nein sagen. Dann gewinne ich halt mal nicht die Champions League."