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Champions League: Gala-Bayern wollen jetzt das "Triple" | BR24

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Ein glücklicher Bayern-Trainer Hansi Flick hatte ein Riesenkompliment für seine Mannschaft parat. Allerdings formulierte er auch Ziele: Das Finale am Samstag gegen Julian Nagelsmann oder Thomas Tuchel.

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Champions League: Gala-Bayern wollen jetzt das "Triple"

"Wir sind noch nicht am Ende." Joshua Kimmichs Worte nach der historischen 8:2-Gala gegen den FC Barcelona im Champions-League-Viertelfinale darf getrost als Drohung aufgefasst werden. Der FC Bayern ist nun endgültig der Topfavorit auf den Titel.

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Kurz nach dem Spiel konnten die Bayern-Profis selbst noch nicht so recht glauben, was sie da geschafft hatten. Das 8:2 gegen den FC Barcelona - eine Mannschaft, die seit Jahrzehnten zu den Besten der Besten in Europa gehört - war eine Demütigung für den Gegner und ein Statement im Kampf ums "Triple". Nur noch zwei Siege, und der deutsche Rekordmeister könnte sich zum insgesamt sechsten Mal nach 1974, 1975, 1976, 2001 und 2013 die europäische Krone aufsetzen.

Nach der Glanzvorstellung mit historischer Dimension (noch nie hatte Barcelona in einem Champions-League-Spiel vier Gegentreffer in einer Halbzeit kassiert - in diesem Spiel gleich zweimal) zweifelt kaum jemand mehr daran, dass die Bayern ihren Traum am kommenden Sonntag (23.08.2020) wirklich wahr machen. Egal ob Manchester City oder Olympique Lyon (Samstag, 21.00 Uhr) im Halbfinale wartet - in dieser Verfassung und mit dem Selbstvertrauen von 17 Pflichtspielsiegen in Folge im Rücken scheinen die Münchner derzeit unbezwingbar, auch und gerade weil alle betonten, die Konzentration weiter hoch halten zu wollen.

Mit voller Konzentration in einen Rausch gespielt

Gegen Barça spielten sich der deutsche Rekordmeister in einen Rausch, wie Leon Goretzka feststellte. Fast über die gesamten 90 Minuten zeigten die Bayern eine konzentrierte Leistung. Sie ließen nie nach und blieben auch dann hochkonzentriert, als sie den Sieg vermeintlich schon in der Tasche hatten. Kimmich sprach von einem "unglaublichen Ergebnis" und freute sich vor allem darüber, dass "wir immer weiter aufs nächste Tor" gespielt haben.

So ging es auch Trainer Hansi Flick, der keinen Spieler hervorheben wollte, aber der ganzen Mannschaft "ein Riesenkompliment" machte. "Sie hat die Intensität über das ganze Spiel hochgehalten, das ist unsere Mentalität, dafür stehen wir. Ich bin sehr, sehr happy."

© picture-alliance/dpa

Wollen mehr: Thomas Müller und Leon Goretzka

Müller: "Die Gegner werden nicht schwächer"

Aber - und gerade das spricht in diesen Tagen für den FC Bayern: Niemand wollte das Ergebnis überbewerten. Thomas Müller, der zum "Man of the Match" gewählt wurde, sprach zwar von einem "sehr speziellen Abend", betonte aber vor allem den Teamgeist und warnte schon mal vor den kommenden Aufgaben: "Die Mannschaften werden ab dem Halbfinale ja nicht schwächer, sondern eher besser. So gesehen müssen wir uns am Mittwoch wieder auf etwas gefasst machen, auch wenn wir wissen, dass wir in einer guten Verfassung sind".

Salihamidzic: "Wir wollen mehr"

Auch Sportvorstand Hasan Salihamidzic ließ sich (noch) nicht zu übermäßigen Lobeshymnen hinreißen: "Die erste Halbzeit war Wahnsinn. Das war ein Genuss, den Jungs heute beim Fußballspielen zuzuschauen", sagte er, um aber gleich nachzulegen: "Es war schon was Besonderes. Aber wir wollen jetzt genauso weitermachen und uns nicht davon blenden oder aus der Konzentration bringen lassen. Wir wollen mehr!" Und auch das klang wieder nach einer Drohung ...

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Nach dem 8:2-Sieg des FC Bayern München in der Champions League über den Fc Barcelona am Freitag meldet sich BR-Sportreporter Taufig Khalil aus Lissabon.