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Bayern München - Paris Saint-Germain: Coman trifft per Kopf zur 1:0-Führung

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    Champions League-Triumph: FC Bayern besiegt Paris mit 1:0

    Eine Stunde musste der FC Bayern auf das 1:0 gegen Paris Saint-Germain warten. Dann traf Kingsley Coman und machte die Tür zum dritten Champions League-Triumph nach 2001 und 2013 weit auf. Die Münchner feierten in Lissabon den hart verdienten Erfolg.

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    Von
    • Margot Lamparter

    Im Finale der Champions League hatte Hansi Flick nur eine Position gegenüber dem Halbfinal-Duell mit Olympique Lyon geändert: Kingsley Coman rückte für Ivan Perisic in die Anfangsformation. Er ist sein Heimatverein "vielleicht ist er noch ein bisschen mehr motiviert", so die Begründung des Bayerncoach. Die Entscheidung sollte sich auszahlen.

    An Motivation fehlte es den Münchnern von Beginn an nicht. Der erste Abschluss gehörte in der sechsten Minute Thiago aus 22 Metern. Aufgelegt hatte Robert Lewandowski, doch der Ball drehte sich rechts am Tor vorbei. Im Gegenzug setzten Neymar und Angel Di Maria die Bayernabwehr unter Druck. Auch Kylian Mbappé forderte eine gute Abwehrleistung von Jérome Boateng, Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Manuel Neuer musste seine Klasse gegen Neymar zeigen. Der Münchner-Keeper wehrte seinen Schuss ab, den Abpraller legte Neymar aber schnell zurück auf Di Maria, doch Neuer war wieder dran und hielt die Null. Nur vier Minuten später knallte Lewandowski das Spielgerät an den Pfosten von Keylor Navas. Die Partie nahm Fahrt auf. Die nächste Chance vergab Di Maria (23.), der von Neymar bedient wurde und das Leder frei übers Tor schoss. Eine bittere Pille mussten die Bayern dann nach 24 Minuten schlucken. Niklas Süle ersetzte Boateng, der gestützt von zwei Betreuern vom Platz humpelte.

    Paris und München schenken sich nichts

    Die Chancen waren auf beiden Seiten da, nur die Tore fehlten. Silva (28.) verpasste Neuers Tor nur knapp, Navas musste gegen Lewandowski (32.) klären. Im taktische geprägten Spiel, zeigten Mittelfeld und Abwehrreihen eine solide Leistung. Deshalb stand es auch weiterhin nur 0:0. Immerhin konnten die Münchner dem Spiel wieder mehr ihren Stempel aufdrücken. Nicht wirklich frei zum Zuge kam dabei Serge Gnabry, den Juan Bernat an starken Aktionen hinderte. Auch Thomas Müller suchte noch seine Chancen. Mbappé machte dagegen ein starkes Spiel. In der Nachspielzeit hatte der 21-Jährige die Führung auf dem Fuß. Doch statt frei einzuschieben, schickte er den Ball direkt auf Neuer. Gnabry scheiterte auf der Gegenseite noch an Navas. In der brisanten Nachspielzeit ging dann auch noch Coman im Strafraum zu Boden. Ein Elfmeter lag in der Luft! Doch das Schiedsrichtergespann hatte genau hingesehen. Coman wurde zwar leicht geschoben, sank aber dahin. Korrekte Entscheidung vor dem Halbzeitpfiff. Mit dem 0:0 ging es in die Pause.

    Coman versetzt Paris den ersten Treffer

    Die Partie wurde in der zweiten Hälfte härter geführt. Zwingende Ideen fehlten aber auf beiden Seiten für einen Torerfolg. Wer machte den entscheidenden Fehler? In der 59. Minute klingelte es dann endlich im Kasten. Der FC Bayern führte ausgerechnet durch einen Kopfballtreffer vom ehemaligen PSG-Spieler Coman mit 1:0. Kimmich hatte aufgelegt und der 24-jährige Franzose bedankte sich bei Flick mit dem Führungstreffer für den Einsatz in der Startelf. Die Bayern machten weiter Druck. Paris war gefordert. Und Tuchel reagierte: Marco Verratti ersetzte Leandro Paredes. Auch Flick wechselte. Bei Coman war die Luft raus, Peresic übernahm. Für Gnabry kam Philippe Coutinho.

    PSG kämpfte sich aber angefeuert von den Ersatzspielern zurück. Neuer (70.) musste gegen Marquinhos klären. Paris warf alles nach vorne und drückte auf das Tor der Münchner. Doch auch Mbappe gelang kein Torerfolg. Elfmeter-Brenzlig wurde es, als Kimmich der Mbappe abräumte. Neymar legte Lewandowski und kassierte Gelb. Der Bayernstürmer zeigte sich unbeeindruckt und versuchte (81.) auf 2:0 zu erhöhen, doch der Ball ging links am Pfosten vorbei. Paris stürmte weiter an, doch die Münchner konnten den knappen Erfolg über die Nachspielzeit hinaus retten.