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In einer packenden Partie erkämpfte der FC Bayern zahlreiche Chancen, doch am Ende waren die Gäste effizienter. Mit der 2:3-Niederlage im Gepäck erwartet die Münchner im Champions-League-Rückspiel bei Paris St. Germain eine schwierige Aufgabe.

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Champions League: FC Bayern unterliegt Paris im Hinspiel

In einer packenden Viertelfinal-Partie erkämpfte der FC Bayern zahlreiche Chancen, doch die Gäste waren effizienter. Mit der 2:3-Niederlage im Gepäck erwartet die Münchner im Champions-League-Rückspiel bei Paris St. Germain eine schwierige Aufgabe.

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Von
  • Margot Lamparter
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Die Bayern waren im Viertelfinal-Hinspiel am Drücker, machten das Spiel und hatten mehr Ballbesitz - aber die Effizienz fehlte. Mit 31 Schüssen aufs Tor erzielten die Münchner am Mittwoch nur zwei Tore. "Wir müssen mehr Tore machen", sagte Thomas Müller nach der Niederlage. "Wir haben uns das Ei ins Nest gelegt und müssen jetzt dem Rückstand hinterherlaufen." Auch FC-Bayern-Coach Hansi Flick hätte sich gerne "ein anderes Ergebnis gewünscht" und räumte ein: "Die Effizienz war nicht so gut."

Paris hatte aus sechs Chancen drei Tore gemachte und dabei auch die Mängel in der Abwehrleistung des Rekordmeisters offengelegt. "Mehr Spielanteil für Bayern, aber wir waren vorne sehr effektiv und haben die Tore gemacht", analysierte St. Germains Julian Draxler im Sky-Interview nach dem Duell im Münchner Stadion.

Flick will dennoch positiv an die nächste Herausforderung in der Königsklasse herangehen. "Wir werden alles versuchen, um ins Halbfinale zu kommen."

Offensive powert, Defensive patzt

Der FCB-Coach hatte auf seine Siegerelf aus Leipzig gesetzt. Eric Maxim Choupo-Moting ersetzte im Angriff erneut den verletzten Robert Lewandowski. Serge Gnabry fehlte nach einem positiven Corona-Test. Mauricio Pochettino schickte dagegen mit Kylian Mbappe, Neymar und Angel di Maria seine geballte Offensivpower auf den Platz.

Die Münchner gingen energiegeladen in das Duell mit dem Finalgegner von 2020. Lucas Hernandez traf zum Auftakt das Außennetz, Choupo-Moting die Latte. Das erste Tor fiel jedoch nach einem Konter der Franzosen auf der anderen Seite. Die Abwehr der Bayern war zwar aufgerückt, doch Neymar und Mbappe konnten frei agieren. Der Brasilianer spitzelte den Ball nach halbrechts durch in den 16er und Mbappe (3.) Minute) zog ab. Und was machte Neuer? Der Ball rutschte ihm durch die Beine. Die 1:0-Führung für die Gäste.

Thomas Müller hatte in der 10. Minute die große Chance zum Ausgleich, doch er schob das Leder genau auf PSG-Keeper Keylor Navas. Nur kurz darauf zappelte der Ball dann schon wieder im Tor von Neuer. Doch der Treffer von Julian Draxler zählte - zum Glück für die Münchner - nicht.

Choupo-Moting gelingt Anschlusstreffer

Die Bayern machten weiter Druck, doch das Tor gelang wieder PSG. Mbappe war an Niklas Süle vorbeigelaufen, in der Mitte klärte David Alaba vor dem schussbereiten Neymar zur Ecke. Die Situation schien nach dem Eckstoß geklärt, doch Marquinhos schlich sich durch die abrückenden Bayern und erhöhte eiskalt zum 2:0. Doch noch waren die Münchner nicht geschlagen. Eine Flanke des freistehenden Benjamin Pavard fand Choupo-Moting am Elfmeterpunkt. Der stieg hoch und versenkte das Leder per Kopf unhaltbar für Navas links unten. Die Münchner rückten heran.

Der nasse Boden machte den Spielern zu schaffen: Nach Leon Goretzka (33.) musste auch Süle (42.) mit muskulären Problemen vom Platz. Alphonso Davies und Jérome Boateng, der die Bayern Ende der Saison verlassen muss, übernahmen. Kurz vor der Pause prüfte Müller noch Navas in der Nachspielzeit per Kopf, doch der Ausgleich wollte nicht gelingen.

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Der Blick geht nach vorne: "Wir haben noch ein Spiel zu spielen. Wir wollen ins Halbfinale, das ist unser Ziel nach wie vor", sagte Trainer Hansi Flick nach dem 2:3 (1:2) im Viertelfinal-Hinspiel gegen Paris St. Germain.

Müller trifft zum Ausgleich - Mbappe zur Führung

Die Münchner starteten auch in die zweite Hälfte mit viel Druck nach vorne. Paris ließ sich nicht lange bitten, beide Teams schenkten sich nichts. Neuer musste gegen Neymar klären, Alaba und Pavard forderten Navas zur Parade heraus. Und dann Müllerte es wieder einmal. Turbomann Joshua Kimmich hatte einen Freistoß perfekt auf Müller gelöffelt, der per Kopf zum 2:2-Ausgleich traf.

Die Freude währte nicht allzu lange. Mbappe (68.) tauchte im Strafraum auf, Boateng war zur Stelle. Der 22-jährige Franzose täuschte eine Abspielaktion an und schob dann den Ball durch Boatengs Beine ins kurze Eck. Paris lag mit 3:2 wieder vorne. Im Gegenzug scheiterte Choupo-Moting erneut an Navas. Müller forderte strukturiertere Angriffe ein. Choupo-Mouting und Müller vergaben kurz vor Schluss weitere hochkarätige Chancen. Die Niederlage war nicht mehr aufzuhalten. Nach der aufreibenden Niederlage wird das Rückspiel am kommenden Dienstag in Paris wohl noch mehr Kräfte fordern.

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