BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Champions League: FC Bayern schlägt Salzburg am Ende mit 6:2 | BR24

© Picture alliance/dpa

Jubel beim FC Bayern München

3
Per Mail sharen

    Champions League: FC Bayern schlägt Salzburg am Ende mit 6:2

    Der FC Bayern München hat durch einen 6:2-Erfolg bei RB Salzburg den 14. Champions-League-Sieg in Folge errungen. Das deutliche Ergebnis erspielte sich der Titelverteidiger aber erst in der Schlussphase.

    3
    Per Mail sharen
    Von
    • Robert Müller

    Beim Gastspiel in Salzburg hatte der FC Bayern einige Anlaufschwierigkeiten. Die Österreicher bestraften schnell eine Nachlässigkeit in der Hintermannschaft der Münchner. Jérôme Boateng blockte einen Schuss von Sekou Koita unglücklich, Benjamin Pavard rückte zu weit herein. Und so konnte Mergim Berisha völlig frei an den Ball kommen. Auch Manuel Neuer ließ er bei seinem trockenen Linksschuss keine Chance. Nach vier Minuten führten die Hausherren.

    Drei Anläufe bis zum Ausgleichstreffer

    Ganze drei Anläufe brauchten die Münchner, um den Ausgleichstreffer zu erzielen. Robert Lewandowski stand (12.) schon zum Strafstoß bereit. Doch Schiedsrichter Danny Mekkelie begutachtete nochmal die Videobilder und entschied, dass das Einsteigen von Dominik Szoboszlai gegen Lukas Hernandez keinen Elfmeter rechtfertigte.

    Nach einer Hereingabe von Joshua Kimmich auf Serge Gnabry zappelte die Kugel sogar bereits im Tor. Doch der Referee annullierte den Treffer wegen einer Abseitsposition.

    Dann holte Enock Mwepu seinen Gegenspieler Thomas Müller im Strafraum von den Füßen. Diesmal durfte Lewandowski zum Elfmeter antreten. Und er verwandelte (21.) locker zum 1:1.

    Führung per Eigentor

    Für den Führungstreffer benötigten die Bayern etwas Hilfe vom Gegner: Thomas Müller ging rechts durch, drosch die Kugel in Richtung des mitgelaufenen Corentin Tolisso. Doch den entscheidenden letzten Kontakt bevor der Ball die Linie überquerte, hatte der Salzburger Rasmus Kristensen (44.).

    Salzburg kommt nochmal ran

    Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit ließen die Bayern Salzburg zu viele Räume. Einen platzierten Schuss des völlig frei stehenden Mwepu (46.) konnte Neuer gerade noch so mit den Fingerspitzen zur Ecke ablenken.

    Kurz darauf war schon wieder ein Österreicher durchgekommen, Koita wurde aber (48.) wegen einer Abseitsposition zurückgepfiffen. Lucas Hernández wurde mehrmals von seinen Mitspielern aufgefordert, zu "spielen". Doch Salzburg presste weiter.

    Nach einem Konter des Titelverteidigers klärte Cican Stankovic (62.) in letzter Sekunde gegen Gnabry. Ausgerechnet in einer Phase, in der es schien, dass die Bayern das Spiel endgültig entscheiden könnten, gelang Salzburg der Ausgleichstreffer durch erneute Nachlässigkeiten.

    Lewandowski verlor den Ball im Mittelfeld und Boateng war einen Schritt zu weit weg, so konnte Okugawa (66.) gegen den chancenlosen Neuer zum 2:2 einschieben.

    "Zum Schluss haben wir unsere Stärke gezeigt, ich bin mit der Mentalität meiner Mannschaft sehr zufrieden." FC Bayern-Trainer Hansi Flick

    Furiose Schlussphase: Am Ende steht es 6:2

    Dann aber zeigten die Münchner eine furiose Schlussphase. Nach der zweiten Ecke für die Münchner in dieser Partie erlöste Boateng sein Team (79.) durch seinen wuchtigen Kopfballtreffer zum 3:2. Leroy Sané machte (83.) mit dem Treffer zum 4:2 dann den Deckel drauf.

    Lewandowski durfte auch nochmal ran, er erhöhte (88.) noch auf 5:2 und Hernandez traf in der Nachspielzeit zum 6:2.

    "Wenn man nur auf das Ergebnis schaut, sieht es souverän aus, aber wir haben uns ein bisschen schwer getan." Leroy Sané

    Klarer Tabellenführer in der Gruppe A

    Durch den 14. Sieg in Folge in der Königsklasse machte der deutsche Fußball-Rekordmeister einen riesigen Schritt Richtung Achtelfinale. Mit neun Punkten führt der FC Bayern die Gruppe A deutlich an. Atlético Madrid hat nach einem 1:1 in Moskau nur vier Zähler auf dem Konto. Die Russen liegen (2 Punkte) genauso wie Salzburg (1 Punkt) bereits weit zurück.

    Weiter Unmut in Sachen Alaba

    Die Münchner könnten angesichts dieser Tabelle eigentlich richtig zufrieden sein. Doch die Personalie David Alaba sorgt weiter für schlechte Stimmung. Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigte vor der Partie in Salzburg nochmals deutlich, dass David Alaba den FC Bayern München am Ende der Saison verlassen wird.

    RB Salzburg - Bayern München 2:6 (1:2)

    Salzburg: Stankovic - Kristensen, Andre Ramalho, Wöber, Ulmer - Camara, Junuzovic (65. Okugawa) - Mwepu, Szoboszlai - Berisha (76. Onguene), Koita (65. Okafor). - Trainer: Marsch

    München: Neuer - Pavard (74. Sarr), Jerome Boateng, Alaba, Hernandez - Kimmich, Tolisso (74. Martinez) - Gnabry (90.+1 Douglas Costa), Thomas Müller (90.+1 Musiala), Coman (75. Leroy Sane) - Lewandowski. - Trainer: Flick

    Tore: 1:0 Berisha (4.), 1:1 Lewandowski (21., Foulelfmeter), 1:2 Kristensen (44., Eigentor), 2:2 Okugawa (66.), 2:3 Jerome Boateng (79.), 2:4 Leroy Sane (83.), 2:5 Lewandowski (88.), 2:6 Hernandez (90.+2)

    Gelbe Karten: Camara, Mwepu - Pavard, Gnabry

    Schiedsrichter: Danny Makkelie

    Zuschauer: keine