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Dem großen Kampf folgte große Enttäuschung: Bayern Münchens Fußballerinnen verpassen den erstmaligen Sprung ins Champions-League-Finale durch ein 1:4 beim FC Chelsea.

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Champions League: Bayernfrauen verpassen Finaleinzug

Die Frauen des FC Bayern München haben den erstmaligen Einzug in das Finale der Champions League verpasst. Durch ein 1:4 bei Chelsea sind sie trotz einem 2:1-Hinspielerfolg ausgeschieden.

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Von
  • Robert Müller

Das Halbfinal-Rückspiel war eine spannende Angelegenheit. Nach zehn Minuten mussten die Münchnerinnen eine kalte Dusche hinnehmen. Francesca Kirby brachte Chelsea mit 1:0 in Führung. Doch die Bayernfrauen wehrten sich gegen das zu diesem Zeitpunkt drohende Ausscheiden und hatten gleich eine dicke Chance auf den Ausgleichstreffer. Den verhinderte (14.) das Lattenkreuz, Lineth Beerensteyn hatte es getroffen. Dann fasste sich Sarah Zadrazil ein Herz und zog aus 20 Metern entschlossen ab zum Ausgleichstreffer. Kurz vor der Halbzeitpause ging aber Chelsea wieder durch So-Yun Ji mit 2:1 in Führung.

Chelsea gelingt der Lucky Punch in der Schlussphase

Mit diesem Zwischenstand hatten die Britinnen das Hinspielergebnis egalisiert. Auch nach einer Stunde gestaltete sich die Partie ausgeglichen. Trainer Jens Scheuer brachte (76.) Carina Wenninger für Carolin Simon und Viviane Asseyi für Sydney Lohmann. Doch den nächsten Treffer markierte Chelsea (84.) durch Pernille Harder. Auch die eingewechselte Simone Laudehr (87.) brachte trotz einer guten Einschussmöglichkeit nicht mehr die Wende. Nachdem die Münchnerinnen alles nach vorne warfen, traf Chelsea ins leerstehende Tor zum 4:1. Damit hatten die Münchnerinnen den Finaleinzug endgültig verpasst.

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Bildrechte: Picture alliance/dpa

Die Frauen des FC Bayern München haben den erstmaligen Einzug in das Finale der Champions League verpasst. Durch ein 1:4 bei Chelsea sind sie trotz einem 2:1-Hinspielerfolg ausgeschieden.

Trainer Scheuer enttäuscht, Vereinsspitze tröstet

"Die Enttäuschung ist natürlich riesig. Wir hatten gute Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen", sagte Trainer Scheuer nach der Partie. Zugleich beklagte er sich aber auch über "zu viele individuelle Fehler", die er bei seinem Team gesehen hatte.

Vereinspräsident Herbert Hainer gratulierte trotz dem verpassten Finaleinzug umgehend zu einer "tollen Champions-League-Saison". Der 66-Jährige unterstrich wie auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge in einem Klub-Statement die ehrgeizigen Ambitionen des Vereins: "Es ist unser Anspruch, auch mit unseren Fußballerinnen internationale Spitze und in Deutschland die Nummer 1 zu sein. Diesem Ziel nähern wir uns mit großen Schritten."

Endspiel am 16. Mai in Göteborg

Bereits im Jahr 2019 waren die FCB-Frauen mit zwei 0:1-Niederlagen im Halbfinale gescheitert, das war gegen den FC Barcelona. Dessen Frauenteam ist der Gegner von Chelsea im aktuellen Finale, das am 16. Mai in Göteborg stattfindet. Das Frauenteam des FC Barcelona hatte sich im Halbfinale gegen Paris St. Germain mit der deutschen Nationalspielerin Sara Däbritz mit 1:1 und 2:1 durchgesetzt.