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Bundesliga vor dem Start: Wo der Ball im TV rollt | BR24

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Dazn statt Eurosport: Zum Start der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga müssen sich die Fans an einen neuen Anbieter gewöhnen. Für die Millionen Zuschauer der ARD-Sportschau ändert sich nichts.

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Bundesliga vor dem Start: Wo der Ball im TV rollt

Dazn statt Eurosport: Zum Start der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga müssen sich die Fans an einen neuen Anbieter gewöhnen. Für die Millionen Zuschauer der ARD-Sportschau ändert sich nichts.

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Bisher besaß der Streaming-Dienst Dazn nur die Highlight-Rechte für alle Bundesliga-Spiele. Künftig können die Fußball-Fans bei Dazn alle 30 Freitagsspiele sowie jeweils fünf Partien am Sonntagmittag und Montagabend sehen.

Übernahme der Rechte kam überraschend

Möglich wird dies durch die kurzfristige Übernahme dieser Rechte von der Discovery-Tochter Eurosport. Für ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky eine unerwartete Wende. "Das kam schon überraschend", sagt er. Denn Eurosport habe bis dato vermeldet, dass man sehr zufrieden sei mit dem Format. Doch offenbar sei es schwieriger gewesen als nach außen hin dargestellt.

Für die Freunde der ARD-Sportschau hat dieser Deal allerdings keine Bedeutung: "Es ist für uns ja irrelevant, wer am Freitag oder gegebenenfalls am Sonntag oder Montag die Spiele live überträgt. Ob das Eurosport oder Dazn ist, das hat für uns keinerlei Auswirkungen. Unsere Spiele sind davon völlig unangetastet."

Dazn hält bereits Rechte an Champions-League- und Europa-League-Spielen sowie an den Partien zahlreicher europäischer Top-Ligen. Mit dem Einstieg in die Live-Übertragung der Bundesliga avanciert der Streaming-Dienst endgültig zu einem der Hauptplayer auf dem deutschen Markt – übertroffen nur von Sky.

Was Sky und Dazn kosten

Der Marktführer im Pay-Bereich überträgt weiterhin alle Samstag-Spiele sowie 60 Sonntag-Partien. Das hat seinen Preis: Ein Sport-Abo von Sky kostet regulär 30 Euro pro Monat. Gelegentlich wirbt man allerdings auch schon mal mit Kampfpreisen - für einen begrenzten Zeitraum. Das Dazn-Monatsabo schlägt mit knapp 12 Euro zu Buche und ist damit zwei Euro teurer als noch in der vergangenen Saison. Immerhin: Wer alle Spiele live sehen will, muss nach dem Ausstieg von Eurosport nur noch zwei statt drei Abos abschließen.

Verwirrung herrscht allerdings bei manchen Sportbar-Betreibern. Sie wissen nicht, was genau zu welchen Konditionen sie den Fußball-Fans in der Kneipe anbieten können.

Wer mit den Highlight-Zusammenfassungen der öffentlich-rechtlichen Anstalten zufrieden ist, dem dürfte das egal sein. Die ARD-Sportschau bringt wie bisher samstags ab 18:30 Bilder von der 1. und 2. Liga – für den Zuschauer ohne zusätzliche Gebühr. Die Höhepunkte vom späten Samstagsspiel gibt es vor Mitternacht im Aktuellen Sportstudio des ZDF.

ARD-Sportkoordinator Balkausky ist zuversichtlich, dass es auch künftig bei der bewährten Arbeitsteilung bleibt. Bei der DFL habe es bislang immer einen Mix aus Pay- und Free-TV-Rechten gegeben, betont er.

Im Schnitt schauen fünf Millionen Fans die Sportschau

Im Schnitt fünf Millionen Sportschau-Fans verfolgen jeden Samstag den Bundesliga-Spieltag, nicht eingerechnet die Millionen, die bei der Live-Konferenz im ARD-Hörfunk mitfiebern. Eine stolze Zahl, die nach Ansicht von ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sowohl der Deutschen Fußball-Liga DFL als auch der Werbewirtschaft und den Sponsoren zu denken geben sollte - dann, wenn im kommenden Jahr die Vergabe der Medienrechte für die Spielzeiten 2021-2024 ansteht.

"Es ist, glaube ich, eine Erkenntnis gewachsen bei den Klubs und allen am Fußball Beteiligen, dass eine reine Vergabe von solchen Rechten ins Pay-TV die Aufmerksamkeit dann doch deutlich schmälert. Man hat gesehen, dass in der Vorrunde der Champions League deutlich weniger Artikel zu lesen waren, dass die Beschäftigung mit der Champions League deutlich zurück gegangen ist." Axel Balkausky, ARD-Sportkoordinator