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Bundesliga-Saisonstart im September ohne Meister FC Bayern? | BR24

© picture-alliance/dpa

FC Bayern, Deutscher Meister 2019/20

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    Bundesliga-Saisonstart im September ohne Meister FC Bayern?

    Nach dem letzten Bundesliga-Spieltag richtet sich der Blick auf die neue Saison. Losgehen soll es Mitte September - und möglicherweise ohne den Meister FC Bayern München.

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    Zum ersten Mal seit knapp 20 Jahren könnte die neue Bundesliga-Saison ohne den amtierenden Meister eröffnet werden. Aufgrund der im August angesetzten Final-Turniere im Europapokal sucht die Deutsche Fußball Liga gemeinsam mit den Klubs nach "einem für alle gangbaren Weg", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Damit sollen die Spieler nicht über Gebühr belastet werden. Einen Saisonstart Mitte September ohne den FC Bayern, der in Portugal um den Titel in der Champions League spielt, schloss der 51-Jährige in einem Interview der "Welt" nicht aus.

    "In diesen Zeiten ist eine gewisse Flexibilität erforderlich, das gilt für Verbände genauso wie für Klubs", sagte Seifert. Das könne "in außergewöhnlichen Zeiten auch zu ausnahmsweise ungewöhnlichen Entscheidungen führen." Das Final-8 der Königsklasse findet vom 12. bis zum 23. August in Lissabon statt, in der Europa League wird in Nordrhein-Westfalen vom 10. bis zum 21. August gespielt. Für die neue Saison sei es "sicherlich so, dass wir entweder den 11. oder den 18. September für den Bundesliga-Start vorgesehen haben", sagte Seifert.

    Enger Rahmenterminkalender

    Die Spielzeit wird seit 2002 traditionell im Stadion des Meisters der Vorsaison eröffnet, vorgeschrieben ist das nicht. Ein späterer Starttermin als mögliche Alternative kommt wegen des ohnehin eng bemessenen Zeitrahmens nicht infrage. Der Rahmenterminkalender, der die Saisoneröffnung eigentlich am 21. August vorgesehen hatte, gibt den 15. Mai als letzten Spieltag aus.

    Und dieses Datum muss eingehalten werden, da vor dem Beginn der EURO (11. Juni 2021) die Nationalspieler noch eine kurze Pause und die Vorbereitung mit ihren Nationalmannschaften benötigen. Den Verzicht auf die Winterpause nach englischem Vorbild will Seifert allerdings vermeiden, nur um mehr Spielraum für die Partien zu gewinnen. "Erst recht in dieser Saison mit großen Belastungen wollen wir ein Mindestmaß an Winterpause aufrechterhalten", sagte der 51-Jährige, der in den zurückliegenden Monaten als Krisenmanager einen Notfallplan für die Beendigung der Saison entworfen hatte und auch künftig kreativ sein muss.

    Rückkehr von Zuschauern bleibt Ziel

    Ob mit oder ohne den Meister - dass zeitnah wieder Zuschauer in die Stadien dürfen, bleibe das Ziel, sagte Seifert. Bis zum 31. Oktober sind in Deutschland allerdings noch Großveranstaltungen verboten, für die kein Hygienekonzept vorliegt und bei denen eine adressenseitige Nachverfolgung der Besucher nicht möglich ist. "Es liegt also im Aufgabenbereich der DFL, einen Rahmen zu entwickeln, wie ein übergeordnetes Hygienekonzept aussehen kann", sagte Seifert. "Am Ende entscheiden aber die Politik und die Behörden vor Ort."

    Die Klubs müssten dann die standortspezifischen Inhalte einfügen. "Es kann keine Lösung von der Stange geben, auch weil ein Stadion in einer Region mit mehr oder weniger Neu-Infektionen und Maskenpflicht liegen kann - und ein anderes nicht", erklärte Seifert. "Ob das bis Mitte September möglich ist, hängt von vielen Faktoren ab."