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Bundesliga-Neustart: DFL und Vereine froh und problembewusst

Die Spitze der Deutschen Fußball Liga (DFL) wie auch Vereine haben mit großer Erleichterung auf das grüne Licht der Politik für einen Saison-Neustart reagiert. Auch ein Drittligist meldete sich zu Wort und fordert Konzepte für alle Ligen.

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"Die heutige Entscheidung ist eine gute Nachricht für die Bundesliga und die 2. Bundesliga", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert: Es sei "in einer für einige Klubs existenzbedrohenden Krise die einzige Möglichkeit, den Fortbestand der Ligen in ihrer jetzigen Form zu bewahren". Zugleich betonte er die "große Verantwortung für die Klubs und ihre Angestellten, die medizinischen und organisatorischen Vorgaben diszipliniert umzusetzen".

"Mein Dank gilt an diesem Tag den politischen Entscheidungsträgern aus Bund und Ländern für ihr Vertrauen." DFL-Geschäftsführer Christian Seifert

Rummenigge: Appell zu Disziplin beim Sicherheitskonzept

"Wir freuen uns nun darauf, idealerweise schon ab Mitte Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Damit ist gewährleistet, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Platz und nicht am grünen Tisch fallen", freute sich FC Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Bei der DFL bedankte er sich "für das hervorragende organisatorische und medizinische Konzept". Auch er appellierte "an alle Beteiligten, die Vorgaben dieser Konzepte, die die Grundlage zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes sind, vorbildlich und extrem diszipliniert zu befolgen."

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Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge freut sich über die Entscheidung zur Bundesligafortsetzung. Man müsse aber vorbildlich und diszipliniert mit der Entscheidung umgehen, so der 64-Jährige.

BVB-Geschäftsführer Watzke: "Der großen Verantwortung bewusst"

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist dankbar über die Erlaubnis der Politik, den Fußball-Betrieb in den Bundesligen fortsetzen zu können. "Die Bundesliga so lange ruhen zu lassen, bis wieder Zuschauer in die Stadien dürfen, wäre für die Vereine wirtschaftlich allerdings nicht durchzuhalten gewesen", erklärte er. Watzke sagte aber auch, Borussia Dortmund sei sich der "großen Verantwortung bewusst". Der Geschäftsführer sagte: "Wir werden – im Wissen darum, dass es keine Garantien gibt – alles versuchen, um eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten, dass es zu keinen neuen Infektionen bei Spielern und deren Familien kommt."

Auch zahlreiche andere Bundesligisten zeigten sich erleichtert über die Entscheidung. RB-Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sagte: "Unser Blick geht jetzt nach vorn". Der Geschäftsführer der TSG Hoffenheim, Peter Görlich, freut sich, " in interner Abstimmung mit der DFL die Details für einen Re-Start der Liga anzugehen". Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic sieht den zeitigen Neustart der Bundesliga in der Corona-Krise auch als Gütesiegel für den deutschen Profifußball. Die Erlaubnis von Bund und Ländern bedeute "für den deutschen Fußball einen riesen  Vorsprung".

Club-Vorstand Sport Palikuca: "Vorfreude definitiv groß"

Beim bayerischen Zweitligisten 1. FC Nürnberg ist die "Vorfreude auf den Wettkampf nach der langen Zeit ohne Spiele definitiv groß", sagte Sport-Vorstand Robert Palikuca. Jetzt läge es "aber wie in der Gesellschaft auch an uns, dass wir verantwortungsvoll und demütig mit den uns gestellten Aufgaben umgehen", betonte der Franke. Von der benachbarten SpVgg Greuther Fürth meldete sich der Geschäftsführer Holger Schwiewagner via Twitter: "Das grüne Licht der Politik ist eine sehr gute Basis für die morgige Mitgliederversammlung der Liga".

VfB-Vorstandschef Hitzlsperger: "Froh über die Entscheidung"

Vom Zweitligisten VfB Stuttgart äußerte sich der Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger: "Wir haben immer betont, welche Bedeutung die Fortsetzung der Saison für den Fußball hat. Dementsprechend froh sind wir über die getroffene Entscheidung. Gleichzeitig wissen wir, welche Verantwortung mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs einhergeht. Dieser Verantwortung wollen und werden wir gerecht werden und weiterhin sehr genau auf die Einhaltung der vorgegebenen Richtlinien achten."

TSV 1860 fordert auch schnelle Entscheidung für die 3. Liga

Reaktionen kamen aber auch aus anderen Spielklassen. So fordert Drittligist TSV 1860 München auch eine schnelle Entscheidung für die 3. Liga. "Nachdem die Bundespolitik nach strenger Beurteilung des Hygienekonzepts der DFL der Berufsausübung im Profifußball in der 1. und 2. Bundesliga mit sogenannten Geisterspielen stattgegeben hat, darf aus unserer Sicht auf Grundlage des Gleichberechtigungsgrundsatzes auch bei der Berufsausübung in der 3. Liga nichts im Wege stehen", erklärte Löwen-Geschäftsführer Günther Gorenzel.

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff fordert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) sowie Bund und Länder auf, auch für die 3. Liga ein tragfähiges Finanzkonzept zu erstellen: "Es kann beim Fußball nicht nur um 1. und 2. Liga gehen."