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Der 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga in der Saison 2021/22: Das Spiel FC Bayern München gegen den VfL Bochum in der Zusammenfassung.

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Bundesliga: FC Bayern feiert im Wiesn-Trikot höchsten Saisonsieg

Auch ohne Oktoberfest setzt der FC Bayern München auf die Wiesn-Bekleidung. Die bringt gegen Bochum Glück: Mit einem furiosen 7:0 untermauern die Münchner am 5. Spieltag der Fußball-Bundesliga auch unter Trainer Nagelsmann ihre Titelambitionen.

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Johannes KirchmeierJohannes Kirchmeier
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Nein, rotieren wolle er nicht viel, sagte der FC-Bayern-Trainer Julian Nagelsmann. Sicher nicht auf "fünf, sechs Positionen". Schließlich liege vor seinem FC Bayern München eine normale Woche. Das heißt, die Münchner Vielspieler dürfen ausnahmsweise mal ausruhen am Dienstag und Mittwoch in der kommenden Woche. Und so tauschte Nagelsmann am fünften Bundesliga-Spieltag gegen den VfL Bochum also insgesamt nur dreimal im Vergleich zum 3:0 beim FC Barcelona am Dienstagabend.

Das erwies sich insofern als gar nicht so schlecht, weil für die Münchner am Ende des Arbeitstages am Samstagabend zwei wichtige Statistiken standen: Sie feierten ihren höchsten Saisonsieg gegen den Aufsteiger VfL Bochum - ein 7:0 (4:0). Und sie übernahmen zumindest bis zum sonntäglichen Einsatz des VfL Wolfsburg die Tabellenführung. Dieser Umstand erfreut natürlich auch den Coach, der noch am Freitag meinte: "Du hast auch in der Bundesliga einen Anspruch. Und aktuell sind wir nicht da, wo wir sein wollen, sondern nur auf dem zweiten Platz."

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Bayern-Spieler Joshua Kimmich freut sich nach dem 7:0-Kantersieg gegen den VfL Bochum über zwei Tore und einen furiosen Auftritt seiner Mannschaft. Das Mittelfeld-Duo Kimmich und Leon Goretzka garantiert den bayerischen Erfolg.

Der Rekordmeister spielt ausnahmsweise in dunkelgrünen Trikots

Nagelsmanns Aufstellungswechsel am Samstag waren im Übrigen keine überraschenden. Und keine, die sich spielerisch bemerkbar machten. Er schickte für Benjamin Pavard den Aufsteiger Josip Stanisic auf der rechten Abwehrseite aufs Feld. Im Zentrum kam Lucas Hernandez anstelle von Dayot Upamecano zum Einsatz und Serge Gnabry wirbelte offensiv für Jamal Musiala. Kingsley Coman stand zudem nach seiner Herz-OP wie angekündigt nicht im Kader.

Neben der kleinen Rochade fiel aber noch etwas auf in der Fröttmaninger Arena: Auch die Dienstkleidung der Münchner war ausnahmsweise eine andere. Die Bayern setzten am eigentlich ersten Wiesn-Samstag (wenn keine Pandemie dazwischengekommen wäre) auf die eigens kreierten Oktoberfest-Trikots. Ganz in Dunkelgrün (!) ging's auf den grünen Rasen.

Feine Spielzüge, viele Tore - die Bayern untermauern ihren Favoritenstatus

Bochum, in den normalen weißen Trikots angetreten, startete mutiger, hatte auch den ersten Schuss des Spiels auf seinem Konto. Doch dann bekamen die Bayern einen Freistoß auf der halbrechten Position zugesprochen. Leroy Sané schnappte ihn sich - und zwirbelte ihn traumhaft über die Mauer ins Tor - keine Chance für den gebürtigen Mühldorfer Torhüter Manuel Riemann im Bochumer Kasten (17. Minute).

Der Treffer wirkte wie ein Beschleuniger der in der Offensive so flinken Bayern. Danach kombinierten sie sich erst richtig in die Partie. Sollte es sie gegeben haben, dann war die anfängliche Konfusion mit den grünen Trikots doch schnell abgelegt. Und die Tore fielen wie sonst um die Nachmittagszeit üblicherweise die ersten Angetrunkenen von den Bierbänken auf der Theresienwiese. Über Thomas Müller, Leon Goretzka und Sané kam der Ball zum Sechser Joshua Kimmich. Und der traf aus wenigen Metern zum 2:0 (27.).

Bochum versuchte mitzuspielen und wurde mit zwei weiteren Treffern vor der Pause bestraft: Erst traf Gnabry nach einem Konter (32.), dann war es Vasilios Lampropoulos, der mit einem Eigentor für die Münchner erhöhte (43.). Eigentlich wollte er den Ball nur locker zu seinem Keeper zurückspielen. Doch weil Riemann herausgelaufen war, misslang das und der Ball kullerte ins Tor. Geärgert dürfte sich da nur Robert Lewandowski kurz haben. Der Weltfußballer stand einschussbereit hinter Lampropoulos.

Lewandowski stellt Bundesliga-Heimspielrekord auf

In der zweiten Hälfte durfte der Pole aber dann doch noch seinen nächsten neuen Rekord aufstellen: Er traf zum 5:0 in seinem 13. Bundesliga-Heimspiel in Serie - das ist zuvor noch keinem Spieler im deutschen Oberhaus gelungen. Wieder kam der Ball über Sané in den Strafraum. Lewandowski staubte dort aus kürzester Distanz ab. All dies waren feine Spielzüge - und eben auch viele Tore: Die Bayern untermauern schon früh in der Saison und unter ihrem neuen Coach ihren Favoritenstatus.

Kimmich erhöhte dann nach dem nächsten feinen Spielzug auf 6:0 (65.). Und schließlich durfte auch der eingewechselte Eric Maxim Choupo-Moting noch jubeln. Er traf im vierten Versuch gegen den zuvor glänzend reagierenden Riemann (79.), der einem gegen nimmersatte Münchner schon fast leidtun konnte.

Thomas Müller darf nur kurz über das 8:0 jubeln

Den kleinen Wermutstropfen, dass Thomas Müller vor seinem vermeintlichen 8:0 im Abseits stand und dieses deswegen zurückgepfiffen wurde (89.), dürften die Münchner auch flink verdaut haben.

So oder so steht für sie ein echtes Schützenfest und ein weiteres Signal der Stärke an die Konkurrenz. Und die Sache mit Rang zwei, die Nagelsmann so wurmte, wäre ja nun zumindest für eine Nacht korrigiert. Nur die Feierei müssen die Münchner an diesem Samstag daheim statt im Bierzelt absolvieren.

FC Bayern München - VfL Bochum 7:0 (4:0)

München: Neuer - Stanisic (62. Sarr), Süle, Hernandez, Davies (46. Richards) - Kimmich (72. Nianzou), Goretzka - Gnabry, Thomas Müller, Leroy Sane (62. Sabitzer) - Lewandowski (68. Choupo-Moting). - Trainer: Nagelsmann

Bochum: Riemann - Stafylidis (57. Bockhorn), Lampropoulos, Bella Kotchap, Soares - Tesche - Pantovic (73. Antwi-Adjei), Losilla, Rexhbecaj (57. Löwen), Holtmann - Polter (58. Ganvoula). - Trainer: Reis Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden)

Tore: 1:0 Sane (17.), 2:0 Kimmich (27.), 3:0 Gnabry (32.), 4:0 Lampropoulos (43., Eigentor), 5:0 Lewandowski (61.), 6:0 Kimmich (65.), 7:0 Choupo-Moting (79.)

Zuschauer: 25.000

Gelbe Karten: Stanisic - Stafylidis

Erweiterte Statistik: Torschüsse: 22:5 Ecken: 2:2 Ballbesitz: 64:36 Prozent Zweikämpfe: 125:77

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