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Bob: Schneider und Friedrich gewinnen Gesamtweltcup | BR24

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Die bayerischen Eisbahn-Raser haben einen starken Samstag absolviert. Medaillen gibt's im Rodeln und Skeleton. Lena Dürr hält die Fahne im Riesenslalom hoch.

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Bob: Schneider und Friedrich gewinnen Gesamtweltcup

Die Vize-Weltmeisterin Stephanie Schneider aus Erlabrunn hat sich erstmals den Sieg in der Gesamtwertung im Zweierbob gesichert. Dafür reichte ihr Platz drei in Sigulda. Bei den Männern gewinnt Francesco Friedrich den Gesamtweltcup.

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Bei der Europameisterschaft im lettischen Sigulda, zugleich letzter Weltcup des Winters, verpasste die Titelverteidigerin Mariama Jamanka aus Oberhof mit ihrer Anschieberin Erline Nolte als Vierte eine Medaille um 0,11 Sekunden. Schneider und ihre Anschieberin Lisette Thöne hatten sich auch mehr ausgerechnet als Bronze. Zumindest sicherte sich das Duo mit diesem Resultat aber erstmals den Gesamtweltcup.

Schneider überholt die nicht gestartete Kanadierin Humphries

Der EM-Titel ging überraschend an Nadeschda Sergejewa/Elena Mamedowa aus Russland, die erstmals bei einem Weltcup triumphierten. Silber holten sich die Rumäninnen Andreea Grecu/Ioana Georghe. Anna Köhler und Tamara Seer (Winterberg) kamen nicht über Rang elf hinaus.

In der Gesamtwertung des Weltcups überholte Jamanka wie auch Schneider die für die USA startende Kanadierin Kaillie Humphries, die in Lettland auf Grund ihrer WM-Vorbereitung nicht dabei war. Die Titelkämpfe beginnen am 21. Februar in Altenberg.

Friedrich gewinnt Zweierbob-Gesamtweltcup der Männer

Bei den Männern hat Zweierbob-Olympiasieger Francesco Friedrich (Oberbärenburg) auf dem Weg zu seiner Heim-WM den vorzeitigen Triumph im Gesamtweltcup perfekt gemacht. Dem 29-Jährigen mit Anschieber Martin Grothkopp reichte am Samstag im lettischen Sigulda dazu ein zweiter Rang hinter Lokalmatador Oskars Kibermanis. Dritter wurde der kanadische Co-Olympiasieger Justin Kripps. Friedrich gewann vier der bislang sieben Zweier-Rennen des Winters, wie schon 2017 und 2019 gewinnt er damit die Kristallkugel des Saisonbesten.

Am Sonntag steht in Sigulda noch das Weltcup-Finale an, in dem zugleich der Europameister ermittelt wird. Anschließend geht es in Friedrichs sächsischer Heimat weiter, wo ab dem kommenden Wochenende in Altenberg die Bob-Weltmeisterschaften steigen. Friedrich ist Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger im Zweier und im Vierer, er dürfte auf seiner Hausbahn kaum zu schlagen sein. Im kleinen Schlitten winkt der sechste WM-Titel in Serie, das hat in der Geschichte des Bobsports noch niemand geschafft.

Friedrichs härteste Rivalen im Osterzgebirge dürften aus dem eigenen Lager kommen. Nico Walther (Oberbärenburg) kennt die Bahn ebenfalls bestens, Johannes Lochner (Stuttgart) ist neben Kibermanis der einzige, der Friedrich in diesem Winter im Zweier geschlagen hat. Walther und Lochner lassen das Wochenende in Sigulda aus, um sich gezielter auf die WM vorzubereiten.