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Biathlon: Zweiter Platz für deutsches Damen-Quartett | BR24

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Bildrechte: picture-alliance/dpa

Einen Sieg für die deutschen Biathleten gab es nicht bei der WM-Generalprobe in Antholz. Dafür sorgte die Damenstaffel am Schlusstag für eine Podestplatz. Bei den Herren wurde Arnd Peiffer Fünfter.

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Biathlon: Zweiter Platz für deutsches Damen-Quartett

Nach dem Sieg in Oberhof holen die deutschen Biathletinnen auch im italienischen Antholz einen Podestplatz. Vanessa Hinz, Janina Hettich, Denise Herrmann und Franziska Preuß landen hinter Russland auf Platz zwei. Dritte werden die Französinnen.

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Von
  • Sonja Weinfurtner

Für die Damen war es bereits die vierte Staffel in diesem Winter. Nach den bisherigen Auftritten lag die Favoritenrolle für das Rennen bei den französischen und norwegischen Athletinnen. Aber auch mit den deutschen Biathlon-Frauen, die mit dem Sieger-Quartett von Oberhof in die WM-Generalprobe gingen, war von vornherein zu rechnen.

Die Strecken in Südtirol gelten vom Profil her grundsätzlich nicht als sonderlich schwierig, doch die Herausforderung für die Sportlerinnen liegt in der vergleichsweise großen Höhenbelastung.

20 Nationen am Start

Das Rennen für die DSV-Läuferinnen bei traumhaften Wetterbedingungen eröffnete Vanessa Hinz an erster Stelle, die auf Janina Hettich wechselte. Denise Herrmann war auf der dritten Position gesetzt, bevor Franziska Preuß auf den letzten sechs Kilometern übernahm. Insgesamt gingen 20 Nationen auf die Strecke.

DSV-Team mit insgesamt nur sechs Nachladern

Das deutsche Quartett war am Schießstand sehr treffsicher und benötigte insgesamt nur sechs Nachlader. Trotzdem lagen die deutschen Frauen am Ende elf Sekunden hinter den Russinnen, die neun Reservepatronen und für die 24 Kilometer 1:07:32,4 Stunden benötigten.

Mit einem Rückstand von 16,5 Sekunden übergab die 28 Jahre alte Vanessa Hinz, die eine Reservepatrone benötigte, auf Rang zwei hinter Italien. Ebenfalls einen Nachlader benötigte Janina Hettich, doch weil die Konkurrenz patzte, übernahm die 24-jährige Schwarzwälderin die Spitze. Die auf Position drei laufende Ex-Weltmeisterin Denise Herrmann brauchte insgesamt drei Nachlader. Die 32-jährige ehemalige Langläuferin war aber in der Loipe prima unterwegs und lag beim letzten Wechsel mit 3,8 Sekunden Vorsprung vorn.

Preuß vergibt Sieg im Stehendanschlag

Beim vorletzten Schießen im Liegendanschlag kamen Franziska Preuß und die Russin Uljana Kaischewa gleichauf zum Stand, beide Schlussläuferinnen blieben fehlerfrei und setzten sich vom Rest des Feldes ab. Beim letzten Schießen dann hatte die Zollbeamtin vom SC Haag Probleme, kam aber mit einem Nachlader durch.

"Als ich mich hingestellt habe, kam von den Füßen ein ganz blödes Wackeln." Franziska Preuß

Russland vor Deutschland und Frankreich

Doch Russland war zu stark. Uliana Kaisheva verließ mit einem leichten Vorsprung auf Preuß den Schießstand, den sie auf der letzten Runde nicht mehr einbüßte. Somit überquerte sie als erste die Ziellinie. Dahinter folgten Franziska Preuß mit elf Sekunden Rückstand und Julia Simon für Frankreich (+ 21,20 Sekunden) vor Italien und Belarus. Die Norwegerinnen konnten ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden und kamen nur auf der sechsten Position ins Ziel.

WM in Pokljuka kann kommen

27 Tage vor der WM-Staffel der Frauen am 20. Februar im slowenischen Pokljuka zeigten die deutschen Biathletinnen, dass sie nach dem dritten Podestplatz im vierten Staffelrennen auch bei der Weltmeisterschaft zum Favoritenkreis gehören.

"Wir haben in den letzten Staffeln immer eine gute Leistung geboten, hoffen wir mal, dass wir den Schwung nach Pokljuka mitnehmen können." Denise Herrmann