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Bildrechte: picture alliance/dpa

Vom 10. bis 21. Februar finden im slowenischen Pokljuka die Biathlon-Weltmeisterschaften statt. Zwölf Wettbewerbe stehen auf dem Programm. Das deutsche Team um Franziska Preuß und Arnd Peiffer ist bestens gerüstet.

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Biathlon-WM: Deutsche wollen Medaillen trotz Außenseiterrolle

Die deutschen Biathleten träumen bei der Weltmeisterschaft im Hochrisikogebiet Slowenien von Edelmetall. Topfavoriten sind allerdings andere. Ex-Weltmeisterin Denise Herrmann hofft, dass ausgerechnet jetzt der Knoten platzt.

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Die Spieleabende mit den Teamkollegen fallen aus. Beim Mittagessen muss der Mindestabstand eingehalten werden, und auf den Zimmern ist es einsam. Die Widrigkeiten des Corona-Winters belasten auch den Saisonhöhepunkt der Biathleten. Dennoch fiebern die deutschen Skijäger der WM auf der slowenischen Hochebene Pokljuka entgegen.

Vorfreude bei Herrmann

"Man freut sich schon, wenn es endlich losgeht", sagte Denise Herrmann vor dem Beginn der Titelkämpfe am Mittwoch (15.00 Uhr/im Sportschau-Livestream) . Die Vorfreude will sich die Sportsoldatin aus Oberwiesenthal nicht nehmen lassen, auch wenn es diesmal ganz anders abläuft als gewohnt. "Letztes Jahr haben wir auch mit den Männern ein paar Exit-Spiele gespielt und mal ein Gläschen Wein getrunken", erzählte Herrmann wehmütig. Dieses Mal geht es nach einem anstrengenden Tag aufs Einzelzimmer.

Deutsche eher Außenseiter

Etwa 20 Kilometer außerhalb stehen auf der Pokljuka 1.340 Meter über dem Meeresspiegel zwölf Rennen auf dem Programm. Der Startschuss fällt mit der Mixed-Staffel. Die Topfavoriten auf die Medaillenränge kommen fast geschlossen aus Norwegen. Bei den Männern führen Johannes Thingnes Bö, Sturla Holm Laegreid, Tarjei Bö und Johannes Dale den Gesamtweltcup an, bei den Frauen läuft fast alles über Marte Olsbu Röiseland und Tiril Eckhoff. "Sie trainieren besser, sind besser und deshalb sind sie in der Endabrechnung auch meistens alle vor uns", erklärte Erik Lesser. Für die deutschen Skijäger heißt es deshalb: Auf Fehler warten und die Chance nutzen. Vor allem in den Teamrennen lebt der Gold-Traum.

Staffel-Medaille als Hauptziel

Wie sich der Gewinn einer WM-Medaille anfühlt, weiß die 32-Jährige Herrmann ganz genau. Vor zwei Jahren holte sie bei der WM im schwedischen Östersund Gold in der Verfolgung. Wenn es am Schießstand läuft, ist auch diesmal eine Medaille für Herrmann drin - genauso wie für ihre Teamkollegen. Insbesondere in der Staffel lebt der Gold-Traum. Grund zur Zuversicht geben die starken Auftritte der Frauen, die in Oberhof triumphierten und kurz darauf bei der WM-Generalprobe in Antholz auf Platz zwei landeten. Sonst genießen Arnd Peiffer, Franziska Preuß und Co. eher die Außenseiterrolle - mit Potenzial zur Überraschung.

Der deutsche WM-Kader

Frauen: Maren Hammerschmidt (Winterberg), Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Janina Hettich (Schönwald), Vanessa Hinz (Schliersee), Franziska Preuß (Haag)

Männer: Benedikt Doll (Breitnau), Johannes Kühn (Reit im Winkl), Erik Lesser (Eintracht Frankenhain), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld), Roman Rees (Schauinsland)

Der Zeitplan der Biathlon-WM (10. bis 21. Februar)

Mittwoch, 10. Februar 15.00 Uhr: Mixed-Staffel (4x7,5 km)

Freitag, 12. Februar 14.30 Uhr: Sprint der Männer (10 km)

Samstag, 13. Februar 14.30 Uhr: Sprint der Frauen (7,5 km)

Sonntag, 14. Februar 13.15 Uhr: Verfolgung der Männer (12,5 km) 15.30 Uhr: Verfolgung der Frauen (10 km)

Dienstag, 16. Februar 12.05 Uhr: Einzel der Frauen (15 km)

Mittwoch, 17. Februar 14.30 Uhr: Einzel der Männer (20 km)

Donnerstag, 18. Februar 15.15 Uhr: Single-Mixed-Staffel (4x3 + 1,5 km)

Samstag, 20. Februar 11.45 Uhr: Staffel der Frauen (4x6 km) 15.00 Uhr: Staffel der Männer (4x7,5 km)

Sonntag, 21. Februar 12.30 Uhr: Massenstart der Frauen (12,5 km) 15.15 Uhr: Massenstart der Männer (15 km)