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Biathlon-Cup am Arber geht trotz positiver Coronafälle weiter | BR24

© BR/Fabian Stoffers

Symbolbild Biathlon

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    Biathlon-Cup am Arber geht trotz positiver Coronafälle weiter

    Diese Nachricht dürfte die kritischen Stimmen weiter anfachen: Der IBU-CUP im Biathlonstadion am Großen Arbersee im Landkreis Regen wird fortgesetzt, obwohl fünf Personen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

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    Von
    • Renate Rossberger
    • BR24 Redaktion

    Der IBU-Cup, der seit 11. Januar im Biathlonstadion am Großen Arbersee läuft, geht wie geplant bis zum Ende am Samstag weiter, obwohl es fünf Corona-Fälle gibt. Es handelt sich bei den positiv Getesteten um vier Sportler und einen Helfer. Zwei der fünf Personen waren schon auf dem Gelände, zwei nicht, so die ArberlandRegio GmbH auf Nachfrage. Alle fünf Personen sind in Quarantäne, ebenso alle Kontaktpersonen, teilt das Landratsamt Regen auf Nachfrage mit. Die fünf positiven Fälle sind bereits letzte Woche aufgetreten.

    "Veranstaltung unter Kontrolle"

    Herbert Unnasch, Geschäftsführer der ArberlandRegio GmbH, die die Wettkämpfe für die Internationale Biathon-Union (IBU) ausrichtet, betont, dass man die Betroffenen sofort separiert habe. "Nur fünf positive Fälle" bei insgesamt bis heute 1.600 durchgeführten Tests , so Unnasch, zeige, dass die Sportveranstaltung "unter Kontrolle" ist. Die insgesamt rund 500 Sportler würden regelmäßig alle drei bis vier Tage in einer eigens eingerichteten Station getestet. Auch alle rund 120 Helfer würden getestet. Medien und Publikum sind generell nicht zugelassen.

    Kritik an Großveranstaltung

    Die Sportveranstaltung ist in der Region umstritten. Vor allem in den sozialen Medien gibt es viel Kritik. Hauptstoßrichtung: viele Menschen müssten privat momentan wegen der strengen Regeln auf Wintersport und Tagesausflüge verzichten. Aber im Gegenzug werde eine solche Sport-Großveranstaltung erlaubt. Unnasch entgegnet dem, dass Sportveranstaltungen momentan unter strengen Hygieneauflagen erlaubt seien. Das gelte zum Beispiel auch für Biathlon und Skispringen in anderen Regionen, die teils sogar vom Fernsehen übertragen werden.

    Veranstalter sorgt sich ums Image

    Für das Biathlonstadion am Großen Arbersee sei man von der IBU angefragt worden und habe zugesagt. Die IBU trage sämtliche Kosten, auch für die Tests. "Mein Job ist es," so Unnasch, "die Region nach vorne zu bringen und das Stadion mit Leben zu erfüllen." Außerdem gehe es um das Image als Wintersportregion, auch für künftige Großveranstaltungen. 2022 werden im Biathlonstadion am Großen Arbersee die Biathlon-Euopameisterschaften ausgetragen.

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