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Biathletinnen am Tiefpunkt - aber Dahlmeier glaubt an Wende | BR24

© Picture alliance/dpa

Laura Dahlmeier

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Biathletinnen am Tiefpunkt - aber Dahlmeier glaubt an Wende

Die Pleitenserie der ehemaligen Weggefährtinnen trifft Laura Dahlmeier mitten ins Herz. In Hochfilzen erhielten die deutschen Biathletinnen von ihr Zuspruch. Die zurückgetretene Doppel-Olympiasiegerin glaubt felsenfest an bessere Zeiten.

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Die Biathlon-Königin wollte angesichts der miserablem Ergebnisse ihrer ehemaligen Kolleginnen irgendwie helfen - sie versuchte es mit emotionalen Worten. "Ich schicke jede Menge 'good vibes' und all die Kraft, die sie jetzt brauchen", schrieb die 26-Jährige, die wegen ihrer Erfolge so schmerzlich vermisst wird, auf Facebook. Und ihre Botschaft lautet: "Ich weiß, ihr könnt es, und ihr wisst es auch!"

Podestplätze vollkommen außer Reichweite

Allem Anschein nach haben es die erfolgsverwöhnten Skijägerinnen in den ersten Rennen nach dem frühen Rücktritt von Dahlmeier aber verlernt. Beim Weltcup in Hochfilzen schaffte zunächst keine Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) im Sprint den Sprung unter die Top 40, einen Tag danach lief die Staffel nur auf Rang zwölf - beides historische Tiefpunkte. Immerhin verbesserte sich im Verfolgungsrennen Vanessa Hinz um ganze 30 Plätze und erreichte noch Rang 12.

© BR

Vanessa Hinz aus Schliersee ist zum Abschluss des Biathlon-Weltcups in Hochfilzen eine versöhnliche Aufholjagd gelungen. Nach Rang 42 im Sprint lief die 27-Jährige in der Verfolgung über 10 Kilometer noch auf den zwölften Platz.

Herrmann: "Das hätte meine Oma besser gemacht"

"Man konnte ja meinen, ich hätte gestern mit dem Biathlon angefangen. Das hätte sogar meine Oma besser gemacht", haderte Denise Herrmann genau an dem Ort, an dem Dahlmeier 2017 von ihren Teamkolleginnen nach einem unvergesslichen Wintermärchen auf Schultern getragen worden war. Das Bild veröffentlichte sie nun in den Sozialen Netzwerken.

Erinnerung an goldene Zeiten

"Durch ein unfassbar starkes Zusammengehörigkeitsgefühl und unseren Teamgeist", erinnerte Dahlmeier in ihrem Beitrag auch deshalb an die grandiose WM vor zwei Jahren, "haben wir damals fünf Gold- und eine Silbermedaille nach Hause geholt. Und wir haben diese Medaillen als Team nach Hause geholt!" Ihren am Boden liegenden Ex-Kolleginnen riet Dahlmeier, die fünf ihrer insgesamt sieben WM-Titel eben in Hochfilzen gewonnen hatte, in dieser schwierigen Zeit zusammenzustehen. "Unterstützt euch, vertraut in euch, kämpft gemeinsam, gewinnt gemeinsam", schrieb Dahlmeier und ergänzte: "Ihr seid großartig. Wir alle glauben an euch, weil ihr alle so viel Talent habt".

Nächste Station: Le Grand Bornand

Nach dem Reinfall in Hochfilzen bietet sich in der kommenden Woche beim letzten Weltcup vor Weihnachten in Le Grand Bornand die erste Möglichkeit zu einer Wiedergutmachung.