| BR24

 
 

Bild

Johannes Kühn jubelt im Ziel.
© dpa-Bildfunk/Darko Bandic/AP

Autoren

Julian Ignatowitsch
BR Sport
© dpa-Bildfunk/Darko Bandic/AP

Johannes Kühn jubelt im Ziel.

Mit Startnummer sieben war Kühn früh auf die Strecke gegangen und legte einen fehlerfreien Lauf in 47:13,40 Minuten hin: Am Schießstand makellos, dazu schnell auf den Skiern. Lange stand er ganz vorne. Allerdings wurde er spät noch vom französischen Superstar Martin Fourcade (47:09,20 Minuten) überholt, der sich ebenfalls keinen Aussetzer mit dem Gewehr leistete und 4,2 Sekunden schneller war. "Ich bin super happy, auch wenn es ein bisschen schade ist, dass es nicht für ganz oben gereicht hat", sagte Kühn. Ein kleiner Sturz nach dem ersten Schießen kostete ihm letztlich den Sieg.

Auch die anderen Deutschen zeigten beim ersten Einzelrennen der Saison größtenteils eine ordentliche Leistung: Simon Schempp wurde Fünfter (+ 38,60 Sekunden), Erik Lesser 23. (+ 2:29,90 Minuten), Arnd Peiffer bei seinem Papa-Comeback 52. (+ 3:49,10 Min.), Benedikt Doll 58. (+ 4:21,20 Min.) und Philipp Horn 77. (+ 6:04,30 Min.).

Johannes Kühn mit seinem ersten großen Erfolg

Johannes Kühn mit seinem ersten großen Erfolg

Durchbruch geschafft

Ausgerechnet im slowenischen Pokljuka feiert Kühn, der in Passau geboren wurde und für den Verein WSV Reit im Winkl antritt, seinen ersten großen Biathlon-Erfolg: Am 13. Dezember 2012 hatte er als damals 21-Jähriger dort seinen ersten Auftritt im Weltcup absolviert – und mit Platz 17 auf Anhieb ein gutes Resultat erzielt. Jetzt der Platz auf dem Podium!

In den letzten Jahren war Kühn überwiegend im IBU-Cup, der zweiten Liga des Biathlons, unterwegs - und wurde erst in der vergangenen Saison durchgehend im ersten Team eingesetzt. Im September zeigte er sich bereits in starker Verfassung und wurde erstmals deutscher Meister im Sprint. Seine Selbsteinschätzung: "Wenn es mir gelingt, das Schießen etwas stabiler zu bekommen, ist viel möglich." Diesmal blieb er fehlerfrei und holte sein bestes Weltcup-Resulat.

Autoren

Julian Ignatowitsch
BR Sport

Sendung

B5 Sport vom 06.12.2018 - 11:55 Uhr