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Symbolbild: Fußball in einem verlassenem Sportgelände

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    BFV und BLSV unzufrieden mit der Corona-Lösung für den Sport

    Die Bundes-Notbremse führt zwar zu geringen Erleichterungen beim Freizeitsport. Doch in Bayern gelten verschärfte Regelungen. Die kritisierte der Bayerische Fußball-Verband (BFV) und auch der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV).

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    • BR24 Sport

    Laut dem Bundesgesetz ist eigentlich vorgesehen, dass auch bei 7-Tage-Inzidenzwerten über 100 immerhin Kinder unter 14 Jahre in Fünfergruppen im Freien kontaktlos Sport machen können. Auch die Sportausübung alleine während der Ausgangssperre bis 24 Uhr ist danach erlaubt. Doch im Freistaat ist nicht einmal das erlaubt.

    "Im Unterschied zur Bundes-Notbremse ist in Bayern Bewegung an der frischen Luft in der Zeit von 22 bis 24 Uhr kein Ausnahmetatbestand von der Ausgangssperre", teilte das bayerische Gesundheitsministerium mit.

    Maßnahmen in Bayern für den BLSV "nicht nachvollziehbar"

    In der Präsidiumssitzung des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) gab es hierzu einvernehmliches Unverständnis. „"Das Festhalten an den strengeren Regelungen für den Sport in Bayern ist für uns nicht nachzuvollziehen", sagte der Präsident des BLSV (BLSV), Jörg Ammon und ergänzte: "Am Mittwoch waren wir noch über die maßvollen Verbesserungen beim Bundesgesetz erleichtert und der festen Überzeugung, dass diese auch für den bayerischen Sport gelten würden. Schließlich soll das Bundesgesetz die Einheitlichkeit der Regelungen gewährleisten, die gerade Bayern immer wieder gefordert hat." Der Funktionär möchte, dass jetzt, "da das Wetter besser und der Sport im Freien wieder vermehrt möglich wird, nach vielen Monaten und großer Geduld endlich eine der Pandemie angemessene Perspektive für den Vereinssport zu geben".

    Bayern-Bremse für den BFV und weitere Verbände "eine Katastrophe"

    Das "Team Sport-Bayern", zu dem auch der BFV zählt und ein Verbund von 24 Sportfachverbänden ist, kritisierte die Interpretation der Corona-Notbremse durch den Freistaat als "Katastrophe. Es ist unverhältnismäßig, dass quasi nirgendwo, nicht einmal im Freien, breiten- und gesundheitssportliche Betätigung für Kinder oder Erwachsene möglich ist", erklärte der Präsident des Dachverbands, Alfons Hölzl. "Ich bleibe dabei und wiederhole mich ausdrücklich: Der Amateur- und Jugendfußball stellt kein pandemisches Problem dar, sondern ist vielmehr fixer Teil der Lösung" , so argumentierte BFV-Präsident Rainer Koch, der auch Vizepräsident beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist.