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Bensemann-Preis für die Helden von Bern und Silvia Neid | BR24

© dpa / picture alliance

Horst Eckel

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Bensemann-Preis für die Helden von Bern und Silvia Neid

Die Deutsche Akademie für Fußballkultur in Nürnberg zeichnet am Abend ihre diesjährigen Preisträger aus: Die "Helden von Bern" und die ehemalige Nationalspielerin und Bundestrainerin Silvia Neid. Eine Party gibt es nicht, dafür einen Live-Stream.

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Seit der Heim-Weltmeisterschaft 2006 gibt es die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur. Sie versteht Fußball als einen Teil der Alltagskultur und will den Sport entsprechend mit der Kultur verbinden. Die Akademie veranstaltet Lesungen, Ausstellungen und alljährlich die große Gala zur Vergabe der Deutschen Fußball-Kulturpreise in der Nürnberger Tafelhalle. Doch dieses Highlight im Kalenderjahr der Akademie kann wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden.

Gala in diesem Jahr online

Da aber schon frühzeitig feststand, dass die Party mit knapp 500 Gästen nicht steigen kann, haben die Macher von vornherein ihr Konzept geändert. "Wir haben deswegen versucht, das Format komplett zu wechseln", sagt die Leiterin der Akademie Birgitt Glöckl. So hat sich die deutsche Nationalmannschaft der Spitzenköche bereit erklärt, ein Gala-Diner zu entwickeln, dass die Gäste zu Hause einfach nachkochen können, bevor sie sich vor den Rechner setzen, um die Veranstaltung zu verfolgen. "Dazu wird auch Abendgarderobe empfohlen", fügt Glöckl schmunzelnd hinzu. "Denn ich möchte mir nicht vorstellen, dass sich jemand die Gala zum Fußball-Kulturpreis zu Hause in Unterhose und Schlappen auf dem Sofa anschaut. Das Ganze soll schon ein bisschen Stil haben."

Hauptpreise für Helden von Bern und Silvia Neid

Den Walther-Bensemann-Preis, der an den Gründer der Sportzeitschrift "Kicker" erinnert, vergibt die Akademie zum 100-jährigen Jubiläum des Magazins gleich zweimal. Die Weltmeistermannschaft von 1954 wird dabei ebenso für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wie Silvia Neid.

Als letzter lebender Weltmeister von 1954 wird Horst Eckel die Auszeichnung empfangen. Silvia Neid hat den deutschen Frauenfußball sowohl als Spielerin als auch als Bundestrainerin geprägt. Als Spielerin wurde die inzwischen 56-Jährige unter anderem dreimal Europameisterin. Als Bundestrainerin gewann Neid mit der DFB-Auswahl alle wichtigen Titel: Sie wurde zweimal Europameisterin, Weltmeisterin 2007 und Olympiasiegerin 2016 in Rio.

Daniel Thioune mit dem Fußballspruch des Jahres

Der jetzige HSV-Trainer Daniel Thioune hat den diesjährigen Fußballspruch des Jahres geprägt:

"Wer es nicht schafft, gegen des HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen." Daniel Thioune, Trainer des Hamburger SV

Hintergrund war die ungeklärte Identität des HSV-Profis Bakery Jatta, die dazu geführt hatte, dass mehrere Vereine Proteste gegen die Spielwertungen eingelegt hatten. Wohlgemerkt: Zum Zeitpunkt des Spruchs war Thioune noch Trainer beim VFL Osnabrück.

Fußballbuch des Jahres befasst sich mit Gerd Müller

Der Münchner Autor und Historiker Hans Woller hat mit seiner Gerd Müller-Biografie das Fußballbuch des Jahres verfasst. Der Bildungspreis "Lernanstoß" wurde in diesem Jahr aufgrund der Pandemie ausgesetzt.

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Max Morlock stand nach dem Zweiten Weltkrieg sinnbildlich für den Aufschwung beim 1. FC Nürnberg. Er war einer der "Helden von Bern" und hat den Club geprägt wie kaum ein anderer Spieler.

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Max Morlock stand nach dem Zweiten Weltkrieg sinnbildlich für den Aufschwung beim 1. FC Nürnberg. Er war einer der "Helden von Bern" und hat den Club geprägt wie kaum ein anderer Spieler.