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Kurz vor dem Anpfiff des Fußball-EM-Spiels zwischen Deutschland und Ungarn ist ein Flitzer auf das Spielfeld der Münchner Arena gelaufen.

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    Bei Ungarn-Hymne: Mann stürmt mit Regenbogenfahne auf Spielfeld

    Während der ungarischen Nationalhymne flitzte ein Aktivist mit DFB-Trikot und Regenbogenfahne über den Platz. Auf den Zuschauerrängen dominierten beim EM-Spiel in München die schwarz-rot-goldenen Fahnen.

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    • BR24 Redaktion

    Kurz vor dem Anstoß zum letzten EM-Vorrundenspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Ungarn in München ist ein Mann mit einer Regenbogenflagge auf das Spielfeld gelaufen. Der junge Aktivist schwenkte seine Fahne, während die Nationalhymnen gespielt wurden, und legte sich dann auf den Rasen. Nach wenigen Augenblicken wurde er von Sicherheitskräften abgeführt.

    Zuvor hatte es heftigen Streit um einen Vorschlag der Stadt München gegeben, das Stadion anlässlich der Begegnung in Regenbogenfarben zu beleuchten. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) als EM-Ausrichter hatte den Antrag der Stadt wegen dessen "politischen Kontexts" am Dienstag abgelehnt, was scharfe Kritik auslöste.

    Viel Schwarz-Rot-Gold und einige Regenbogenfahnen

    Der deutsche Mannschaftskapitän Manuel Neuer trug aber eine Kapitänsbinde in den Regenbogenfarben am Arm; im Publikum waren ebenfalls einzelne Regenbogen-Fahnen zu sehen. Allerdings haben die die schwarz-rot-goldene Fahnen auf den Rängen optisch dominiert.

    Noch vor dem Stadion war das Bild bunter gewesen - dort hatte die Menschrechtsorganisation Amnesty International in Zusammenarbeit mit Christopher Street Day Deutschland nach eigenen Angaben bis zu 10.000 Regenbogenfähnchen verteilt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützte die Aktion. Einige Fans hatten auch eigene größere Regenbogenfahnen mitgebracht, die sie vor und in dem Stadion schwenkten.

    Empörung über ungarisches Gesetz

    Das Parlament des EU-Mitgliedstaats Ungarn hatte erst vergangene Woche ein Gesetz verabschiedet, das "Werbung" für Homosexualität oder Geschlechtsangleichungen bei Minderjährigen verbietet. Dieses sorgt europaweit für Empörung. EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen sprach von "Schande" und kündigte Widerstand an.

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