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Bambergs Justin Robinson in der Ligapartie gegen Alba Berlin

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BBL-Playoffs: Offene Rechnung in München - Trotz in Bamberg

Ausgerechnet Chemnitz! Beim FC Bayern Basketball blickt man mit gemischten Gefühlen auf die Playoff-Viertelfinalserie gegen den Angstgegner. Auch Brose Bamberg steht in der K.o.-Runde, ist gegen Titelverteidiger Alba Berlin aber krasser Außenseiter.

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Wolfram PorrWolfram Porr
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Die Saison in der Basketball-Bundesliga (BBL) geht in ihre entscheidende Phase. Zwei der vier bayerischen Erstligisten haben das Viertelfinale erreicht, das ab Freitag (13.05.2022) im Best-of-five-Modus ausgetragen wird. Während die Saison für s.Oliver Würzburg und medi Bayreuth vorbei ist, spielen Brose Bamberg und der FC Bayern Basketball um den Titel.

Die Münchner belegten nach der BBL-Hauptrunde Platz drei und mussten bis Mittwoch (11.05.) warten, um endgültig zu wissen, gegen wen es geht. Die Niners Chemnitz sind es geworden, und an die Sachsen haben die Bayern keine guten Erinnerungen: Alle drei Partien in dieser Spielzeit - zwei in der Liga und eine im Pokal - gingen verloren. Sowas nennt man wohl einen "Angstgegner".

Münchens Nick Weiler-Babb umdribbelt einen Chemnitzer Spieler

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Weiler-Babb: "Kein negatives Gefühl"

Die Mannschaft von Headcoach Andrea Trinchieri hat aber bewiesen, dass sie aus Niederlagen lernen kann, nicht zuletzt in der EuroLeague, als man den großen FC Barcelona im Viertelfinale zweimal schlagen konnte und die Spanier in Spiel fünf zwang. So ist die Partie gegen die Niners die Chance, sich für die drei Niederlagen zu revanchieren. Nationalspieler Andreas Obst jedenfalls sagt über Chemnitz: "Das ist eine sehr charakterstarke Mannschaft, die das Spiel auf jeden Fall gewinnen will. Das wollen wir aber auch".

Dass die Generalprobe gegen Alba Berlin verloren ging, muss kein schlechtes Omen für das Team mit dem teuersten Kader der Liga sein. "Wir nehmen kein negatives Gefühl mit. Playoffs sind wie eine neue Saison - jeder startet bei Null", sagt Guard Nick Weiler-Babb.

"Wir müssen alle Spiele zu 100 Prozent fokussiert sein, als würden wir gegen Barcelona spielen.“ Leon Radosevic

Andreas Obst

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Berlin gegen Bamberg: Sengfelder wittert Chance

Trotz der negativen Ergebnisse gegen Chemnitz sind die Bayern sicherlich der Favorit. Das sieht bei Brose Bamberg ganz anders aus. Als Hauptrunden-Achter haben sich die Oberfranken gerade noch so für die Playoffs qualifiziert. Titelverteidiger Alba Berlin schwimmt dagegen seit Wochen auf einer Erfolgswelle und jagte von einem Sieg zum nächsten.

Bamberg braucht also mehr als nur einen Sahnetag, um die Sensation zu schaffen. Das wäre der Halbfinaleinzug. Zumal es erst vor drei Wochen eine heftige Niederlage gegen Berlin setzte: "Natürlich haben wir noch das Spiel vor drei Wochen im Kopf. So etwas darf und wird uns nicht mehr passieren. Wir müssen am Freitag viel physischer sein", sagt Bambergs Nationalspieler Christian Sengfelder. "Wir müssen schauen, dass wir sie aus ihrer Komfortzone bringen. Unser Ziel muss sein, eines der beiden Spiele am Wochenende zu klauen. Vielleicht unterschätzen sie uns auch nach ihrem deutlichen Sieg vor zwei Wochen etwas. Wir wittern auf jeden Fall unsere Chance.“

Bambergs Headcoach Oren Amiel mit Christian Sengfelder

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Ein Klassiker mit ganz viel Historie

Berlins Geschäftsführer Marco Baldi sagt: "Jetzt geht es darum, das, was man während der Saison aufgebaut hat, zu veredeln." Der Dauerrivale aus Bamberg soll für den ambitionierten und formstarken Pokalsieger nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zum dritten Meistertitel in Folge sein.

Apropos Dauerrivalität: Das Duell Bamberg gegen Berlin gehört definitiv zu den Klassikern in der Liga. In diesem Jahrtausend konnte Bamberg neunmal, Berlin siebenmal die Meisterschaft feiern. Die Fans erinnern sich an viele rassige Duelle wie 2019, als Bambergs Nikos Zisis seine Mannschaft mit einem Dreier in letzter Sekunde zum Pokalsieg führte.

In den Playoffs standen sich beide Teams letztmals 2011 gegenüber. Im fünften Finalspiel sorgten damals John Goldsberry und Brian Roberts für Bambergs Triumph.

Die Viertelfinal-Playoffs (best of five)

Spiel eins

Freitag, 13. Mai 2022:

Alba Berlin - Brose Bamberg (19.00)

Telekom Baskets Bonn - Hamburg Towers (19.00)

Bayern München - Niners Chemnitz (20.30)

Samstag, 14. Mai

MHP Riesen Ludwigsburg - ratiopharm Ulm (20.30)

Spiel zwei

Sonntag, 15. Mai 2022:

Telekom Baskets Bonn - Hamburg Towers (15.00)

Alba Berlin - Brose Bamberg (18.00)

Bayern München - Niners Chemnitz (20.30)

Dienstag, 17. Mai

MHP Riesen Ludwigsburg - ratiopharm Ulm (19.00)

Spiel drei

Donnerstag, 19. Mai 2022:

Brose Bamberg - Alba Berlin (19.00)

ratiopharm Ulm - MHP Riesen Ludwigsburg (19.00)

Freitag, 20. Mai 2022:

Hamburg Towers - Telekom Baskets Bonn (19.00)

Niners Chemnitz - Bayern München (20.30)

Spiel vier (falls nötig): 22. Mai

Spiel fünf (falls nötig): 24. Mai

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