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Bildrechte: picture alliance/dpa/Andreas Gora

Die Basketballer vom FC Bayern München haben ihr erstes Finalspiel in der Basketball-Bundesliga (BBL) gegen Alba Berlin mit 86:89 verloren. Die Berliner können bereits am Donnerstag erneut in eigener Halle nachlegen.

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Niederlage für Bayern-Basketballer im ersten BBL-Finalspiel

Die Basketballer vom FC Bayern München haben ihr erstes Finalspiel in der Basketball-Bundesliga (BBL) gegen Alba Berlin mit 86:89 verloren. Die Berliner können bereits am Donnerstag erneut in eigener Halle nachlegen.

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Alba Berlin hat vor 1.450 Zuschauern den ersten Schritt zum erneuten Gewinn der deutschen Basketball-Meisterschaft gemacht. Im Auftakt-Duell der Best-of-five-Endspielserie setzte sich der Hauptstadtklub gegen Pokalsieger FC Bayern München mit 89:86 durch. Damit fehlen dem Titelverteidiger nur noch zwei Siege zum Titelgewinn.

Ausfall von Nationalspieler Zipser

Den ersten Rückschlag mussten die Gäste aus München bereits vor Beginn des Spiels hinnehmen: Nationalspieler Paul Zipser, einer der wichtigsten Akteure im Kollektiv von Coach Andrea Trinchieri, fiel aufgrund neurologischer Probleme aus. Der 27-jährige Forward wird laut Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic wahrscheinlich auch in den nächsten Finalspielen fehlen.

Das Fehlen Zipsers machte sich deutlich bemerkbar. Die Treffsicherheit des früheren NBA-Profis (Chicago Bulls) aus der Distanz hätten die Bayern gut gebrauchen können. Im Duell der Dauerbrenner begann Alba schwungvoll und übernahm schnell die Führung (11:5). Allerdings hätte der Double-Gewinner des Vorjahres durchaus noch weiter vorne liegen können. Genau wie die Bayern leisteten sich die Gastgeber zunächst viele Unkonzentriertheiten. Wenig überraschend am Ende einer langen und kraftraubenden Saison, in der beide Teams schon über 80 Pflichtspiele absolviert hatten. Nach dem ersten Viertel führten die Hausherren mit 24:18.

82:80-Führung für FC Bayern

Angeführt vom Schweden Marcus Eriksson, der mit 23 Punkten bester Werfer des Spiels war, blieb Berlin auch zur Pause vorne (45:40). Die Bayern mühten sich nach Kräften, hatten aber im dritten Viertel mit 19:23 das Nachsehen. Berlin führte mit 68:59 vor dem Schlussabschnitt, in dem München zunächst weiter Nerven zeigte. Der Amerikaner Wade Baldwin musste nach zwei technischen Fouls vorzeitig vom Feld. Trotzdem gelang zwei Minuten vor dem Ende erstmals seit dem Beginn wieder die Führung (82:80).

Am Ende übernahm Nationalspieler Maodo Lo in Reihen der Berliner die Verantwortung. Mit neun Punkten in Folge, davon sechs per Dreier, führte ausgerechnet der Ex-Münchner Alba mit wichtigen Körben zum Sieg. Da reichte es auch nicht mehr für die Mannschaft von Trinchieri, dass sie das vierte Viertel mit 27:21 für sich entscheiden konnte. Bester Werfer der Bayern war James Gist (19).

Viel Zeit bleibt nicht zur Erholung

Jetzt geht es für die Münchner darum, sich so gut es geht in den wenigen verbleibenden Stunden bis zum zweiten Spiel (Donnerstag, 20.30 Uhr) zu erholen. Dann sind bis zu 2.000 Fans in der Arena am Berliner Ostbahnhof zugelassen.

"Im Finale machen Kleinigkeiten den Unterschied. Wir versuchen zu regenerieren, aber das ist unmöglich. Wir müssen ja in gut 20 Stunden schon wieder spielen." Bayern-Coach Andrea Trinchieri

München hat im dritten Spiel am Samstag (15.00 Uhr) erstmals Heimrecht und darf bis zu 1.000 Fans in seine Halle lassen.

Bisherige Bilanz spricht für München

Bereits sechs Mal standen sich die Teams seit 2013 in den Playoffs gegenüber - und immer gewann München, davon dreimal im Finale. 2020 im Finalturnier waren die Bayern gegen Ludwigsburg allerdings bereits im Viertelfinale ausgeschieden.