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Bildrechte: FC Bayern Basketball

Der FC Bayern Basketball geht als Topfavorit in die neue Saison. Das Team um Trainer Andrea Trinchieri möchte durchstarten und die titellose Zeit beenden. Allerdings brachte Corona die Vorbereitung durcheinander ...

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BBL: FC Bayern Basketball - der "Möchtegern-Underdog"

Der FC Bayern Basketball geht als Topfavorit in die neue Saison. Dabei wäre das Team um Trainer Andrea Trinchieri so gerne nur der Underdog. Weil Corona die Vorbereitung durcheinanderwirbelte, könnte es aber etwas dauern, bis man auf Touren kommt.

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Von
  • Ulrich Knapp

Bei den Bayern dominiert ein Gefühl: Neugier. Die Münchner sind gespannt auf ihre neue Saison und auf ihre neuen Spieler. Nur blöd, dass gerade viele Spieler wegen Verletzungen oder Corona-Quarantäne nicht zur Verfügung stehen: "Bis jetzt hatten wir das komplette Team nicht mal für fünf Minuten zusammen", klagt Headcoach Andrea Trinchieri. Neun von 17 Spielern fehlten zeitweise. Alles sehr schwierig, findet der Italiener.

Trinchieri: "Ich weiß nicht, was ich erwarten kann"

Nun hofft er, dass sich bald alle erholen, um herauszufinden, woran er arbeiten muss. "Ich weiß gar nicht, was ich erwarten kann", sagt der 53-Jährige.

Die Finalpleite der vergangenen Saison gegen ALBA Berlin wirkt noch nach. Man hat eine gute Saison gespielt, ja. Gejubelt haben aber die anderen.

Euroleague bleibt neben der Meisterschaft das große Ziel

Was sie tun müssen: Die gleiche Einstellung entwickeln wie vergangene Saison: Da war Bayern ein Team, das Niederlagen hasste, und es zum ersten Mal in die Play-offs des höchsten europäischen Wettbewerbs, der Euroleague, schaffte. Natürlich wollen die Münchner das wiederholen - damals war im Viertelfinale Schluss. Jetzt zu sagen, dass man noch weiter kommen will, das findet der Trainer sehr überheblich: "Es wäre arrogant, das zu sagen."

Klubpräsident Herbert Hainer ist da offenbar aber anderer Meinung: Für ihn sei es "ganz klar" das Ziel, "den nächsten Schritt zu machen". Der ganze Verein lebe die Aufbruchsstimmung und die Motivation, im Basketball ähnliches zu schaffen wie im Fußball, fügte er an. Auf Dauer will er es auch in dieser Sportart in die europäische Spitze schaffen

Hoffen auf Siegermentalität

Trinchieri will stattdessen, dass sein Team sich durch jedes Spiel kämpft und nicht schon an langfristige Ziele denkt. Dann könne sich eine Siegermentalität herausbilden. "Ich hoffe, dass wir diese Siegermentalität entwickeln, vor allem natürlich durch Spiele."

Der Trainer ist neugierig auf den Geist des Teams, das sein Sportdirektor maßgeblich zusammengebastelt hat. Daniele Baiesi geht es genauso, und Erwartungen hat er erstmal gar keine.

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Bildrechte: Bayerischer Rundfunk

Der FC Bayern Basketball geht als Topfavorit in die neue Saison. Dabei wäre das Team um Trainer Andrea Trinchieri so gerne nur der Underdog. Weil Corona die Vorbereitung durcheinanderwirbelte, könnte es aber etwas dauern, bis man auf Touren kommt.

Schmerzliche Abgänge, namhafte Neuzugänge

Baiesi hatte befürchtet, dass sein sehr starkes Team der Vorsaison auseinanderbricht. Es ist nicht auseinandergebrochen. Natürlich schmerzt es, dass der Spielmacher Wade Baldwin weg ist, dafür kam Darrun Hilliard. Natürlich hätte man den Energizer Jalen Reynolds gern gehalten, dafür holte man unter anderem Othello Hunter.

"Wir wollen ALBA einholen"

In der Bundesliga wollen die Bayern endlich Alba Berlin den Titel abnehmen. Berlin gewann die letzten beiden Meisterschaften. Trainer Trinchieri findet: "Alba war das beste Team und ist auch jetzt der Favorit, aber wir wollen sie einholen."

Und der Sportdirektor sieht Bayern sogar als Außenseiter im Vergleich mit Alba. Underdog sein, das gefällt ihm. Nur untertreibt er da. Bayerns Kader hält auf jeden Fall mit Alba Berlin mit. Am Ende entscheidet, wer gesund bleibt. Und vor allem im Falle der Bayern, wann das Team endlich komplett zusammen auf dem Parkett steht. Dann ist Bayern alles, aber nicht der Außenseiter.