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Jérôme Boateng vom FC Bayern München
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Julian Ignatowitsch
BR Sport
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Jérôme Boateng vom FC Bayern München

"Mit Jérôme Boateng habe ich gesprochen. Ich bin davon überzeugt, dass auch ihm aktuell eine Pause gut tut", begründete Löw seine Entscheidung. Und weiter: "Ich habe ihm gesagt, dass wir auch auf seiner Position viele Alternativen haben, gerade mit jüngeren Spielern. Diese müssen natürlich erst mal beweisen, dass sie an das Niveau von Jérôme herankommen können". Damit sind vor allem Boatengs gesundheitliche Probleme zuletzt ausschlaggebend für die Nicht-Nominierung.

Angeschlagen und formschwach

Statt Boateng steht Neuling Thilo Kehrer von Paris St. Germain im Kader. Außerdem sind in der Innenverteidigung Niklas Süle, Mats Hummels, Jonathan Tah und Antonio Rüdiger dabei - und hoffen bei den letzten beiden Länderspielen des Jahres gegen Russland in Leipzig (15. November) und dem Duell in der Nations League mit den Niederlanden (19 . November) auf einen Einsatz.

Bayerns Abwehrspieler war schon nach dem Hinspiel gegen das Oranje-Team (0:3) angeschlagen abgereist, stand beim FC Bayern zwei Tage später aber wieder auf dem Trainingsplatz. Zuletzt präsentierte er sich - wie die ganze Bayern-Mannschaft - mit ungewohnten Formschwankungen. Dass Jérôme nicht dabei ist, ist ein Novum", sagte Bayern-Trainer Niko Kovac auf der Pressekonferenz. "Es heißt aber nicht, dass Jérôme nicht in Zukunft wieder dabei sein wird."

Kroos nur gegen Niederlande dabei

Real-Madrid-Profi Toni Kroos bekommt eine zusätzliche Erholungsphase und wird erst gegen Holland zum DFB-Team gehören. Barcelona-Torwart Marc-André ter Stegen (Schulterprobleme), Ilkay Gündogan von Manchester City (Rückstand nach Verletzung) und Emre Can (Schilddrüsen-Operation) von Juventus Turin sind beim abschließenden Länderspiel-Doppelpack wegen Verletzungen nicht dabei.

Das deutsche Team erwartet gegen die Mannschaft von Trainer Ronald Koeman voraussichtlich ein Abstiegsfinale. Sollten die Niederländer am 16. November gegen Weltmeister Frankreich verlieren, könnte die DFB-Elf mit einem Sieg noch den Abstieg verhindern. ​

Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Bernd Leno (FC Arsenal), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Jonas Hector (1. FC Köln), Mats Hummels (Bayern München), Thilo Kehrer (Paris St. Germain), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (Paris St. Germain), Serge Gnabry (Bayern München), Leon Goretzka (Bayern München), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Joshua Kimmich (Bayern München), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Marco Reus (Borussia Dortmund), Sebastian Rudy (Schalke 04), Leroy Sane (Manchester City), Mark Uth (Schalke 04), Timo Werner (RB Leipzig)

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Julian Ignatowitsch
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B5 Sport vom 09.11.2018 - 12:55 Uhr