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Hansi Flick ist mit seiner Ankündigung den FC Bayern zum Saisonende verlassen zu wollen, weit vorgeprescht. "Der Vorstand missbilligt die einseitige Kommunikation des Trainers", teilte der Verein am Sonntag mit.

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Bayern-Vorstand missbilligt Flicks "einseitige Kommunikation"

Hansi Flick ist mit seiner Ankündigung den FC Bayern zum Saisonende verlassen zu wollen, weit vorgeprescht. "Der Vorstand missbilligt die einseitige Kommunikation des Trainers", teilte der Verein am Sonntag mit.

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Der Bayern-Coach hat die Verantwortlichen des FC Bayern am Samstag nach dem Spiel in Wolfsburg wohl kalt erwischt. Während Flick auf dem Trainingsplatz das Training der Reserve überwachte, bereiteten die Bosse am Sonntag eine Reaktion auf Flicks klare Worte vor.

Die Stellungnahme des Vorstands des FC Bayern zeigt, dass sein Vorgehen so nicht abgesprochen war und nach dem angestrebten siebten Titel keine gemütliche Trennung mehr zu erwarten ist. "Am gestrigen Samstag informierte Hansi Flick, der Cheftrainer des FC Bayern, die Öffentlichkeit über seinen Wunsch, seinen bis Juni 2023 laufenden Vertrag vorzeitig zum Ende der aktuellen Saison aufzulösen. Über diesen Wunsch hatte Hansi Flick den Vorstand der FC Bayern München AG im Verlauf der vergangenen Woche unterrichtet", ist in einer kurzen Mitteilung des Vereins zu lesen.

Man habe aber mit Flick "vereinbart, den Fokus auf die Spiele gegen den VfL Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen (20.04.) und den 1. FSV Mainz 05 (24.04.) zu legen." Damit die Konzentration auch im Interesse des Trainers ganz auf den Titelkampf liegt, wie der Verein in seinem Statement ausdrücklich hervorhob.

Flick wollte Flurfunk zuvor kommen

An die Vereinbarung hat sich der Trainer nicht gehalten und seinen Wunsch nach dem Ende seiner erfolgreichen aber kurzen Bayern-Ära an die Öffentlichkeit getragen. Flick verstieß gegen die Abmachung, weil er den "Flurfunk" an der Säbener Straße fürchtete. "Es war wichtig, dass die Mannschaft das Ganze von mir erfährt, weil wir knapp eineinhalb Jahre sehr gut zusammengearbeitet haben", erläuterte er am Samstag.

"Der Verein weiß Bescheid, die Mannschaft weiß jetzt auch Bescheid, das war mir wichtig" Hansi Flick

Die Spieler sind seine größten Verbündeten - und sollen es auch bis zum Ende bleiben: "Wir haben noch ein bisschen was vor in den fünf Spielen. Wir wollen den fünften Stern auf den Trikots", so Alleingänger Flick.

Über sein Anliegen, vorzeitig aus seinem Vertrag auszusteigen, soll erst Ende der Woche durch den Verein entschieden werden.