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Bayern-Testspiel gegen Arsenal: Muster fast ohne Wert | BR24

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Der FC Bayern München hat das erste Testspiel auf der USA-Reise 1:2 gegen den FC Arsenal verloren. Trainer Niko Kovac und Kapitän Manuel Neuer nach dem Spiel.

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Bayern-Testspiel gegen Arsenal: Muster fast ohne Wert

Ein Testspiel nach gerade einmal eineinhalb Wochen Vorbereitung: Das 1:2 des FC Bayern gegen den FC Arsenal auf der USA-Reise hat kaum Aussagekraft, sagt Trainer Niko Kovac. Drei Lehren aus dem Spiel kann er dennoch mitnehmen.

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Immerhin: Unterhaltsam war die Partie zwischen dem FC Bayern München und dem FC Arsenal in Carson/Kalifornien im Stadion der Los Angeles Galaxy. Bedingt durch die frühe Phase der Vorbereitung war von geordneter Defensive in beiden Mannschaften nichts zu sehen. Weil beide Teams trotzdem aufs Tempo drückten, gab's zumindest zahlreiche Torchancen zu sehen.

"Wir haben ein sehr kurzweiliges Spiel mit viel Dynamik und Schnelligkeit gesehen. Beim Stand der Vorbereitung kann man sehr zufrieden sein, mit dem was beide Mannschaften gezeigt haben. Die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen", sagte Bayern-Trainer Niko Kovac nach der Partie. Allzu viel Bedeutung wollte er dem ersten von drei Testspielen ("Das Ergebnis ist sicherlich zweitrangig") auf der USA-Reise nicht beimessen.

Allerdings lieferte die Partie durchaus Hinweise, wie Kovac mit seinem vermeintlich dünnen Kader in der neuen Saison agieren will. Denn weitere Neuzugängen sind unverändert nicht in Sicht. Außer Gerüchten - Brais Mendez von Celta Vigo oder Marc Roca von Espanyol Barcelona - gibt es keine neuen Wasserstandsmeldungen.

Die Defensive: Wird Boateng doch wieder wichtig?

80-Millionen-Neuzugang Lucas Hernández arbeitet zu Hause am Comeback nach seiner Knie-Operation. Im Spiel gegen den FC Arsenal begann Jérôme Boateng im Abwehrzentrum und erledigte den Job solide. Einerseits würden die Bayern ihm wohl keine Steine in den Weg legen, wenn er doch noch einen neuen Verein findet. Andererseits ist er der letzte verbliebene Routinier in der Innenverteidigung.

Dass die Bayern-Abwehr durch die Neuzugänge Hernández und Benjamin Pavard nicht automatisch zu einem Bollwerk wird, zeigte die zweite Halbzeit des Arsenal-Tests. Pavard lief erstmals für die Bayern auf, an der Seite des vermeintlich gesetzten Abwehrchefs Niklas Süle wackelte die Bayern-Defensive aber doch arg. Verständlich im allerersten gemeinsamen Spiel des Duos zwar. Aber es zeigt auch, dass die Neuformation der Abwehr eine nicht kleine Baustelle für Kovac werden könnte und etwas Routine vielleicht gar nicht so schlecht wäre.

Die Flügel: Neuzugang Arp eine Option?

Neuzugang Jann-Fiete Arp vom Hamburger SV wurden nicht viele Chancen bei den Münchnern eingeräumt. Der 19-Jährige soll zwar mit den Profis trainieren, mehr Einsatzminuten dürfte er in der neuen Saison aber in der zweiten Mannschaft in der 3. Liga bekommen.

Gegen Arsenal lief Arp in der Startelf auf, Stamm-Mittelstürmer Robert Lewandowski kam erst zur zweiten Halbzeit, Thomas Müller stand in Halbzeit eins in vorderster Spitze. Weil die Bayern in einem 4-1-4-1-System spielten, versuchte sich Arp meist auf der linken Seite und zeigte ein prima Debüt.

Gut möglich, dass Trainer Niko Kovac schon jetzt nicht mehr so recht an weitere Verstärkungen auf den Flügelpositionen glaubt und frühzeitig Alternativen testet. Man darf gespannt sein, wer in den weiteren USA-Testspielen gegen Real Madrid und den AC Mailand neben den Stammkräften Kingsley Coman und Serge Gnabry (kamen beide in der zweiten Halbzeit) die Außenbahnen beackern darf.

Der Nachwuchs: Das Potential ist da

Insgesamt sechs Nachwuchskicker setzte Kovac im Testspiel ein. Am auffälligsten der Lette Daniels Ontuzans im Mittelfeld, der nach starker Vorstellung aber verletzungsbedingt nach 44 Minuten ausgewechselt werden musste. Der 18-jährige Niederbayer Jonas Kehl biss sich nach Anfangsschwierigkeiten in die Partie und konnte der phasenweise fulminanten Arsenal-Offensive um Mesut Özil und Pierre-Emerick Aubameyang ansatzweise Paroli bieten.

Zwei Beispiele nur, die aber unterstreichen, dass der FC-Bayern-Campus durchaus Potentital hat, in Zukunft wieder Kandidaten für die Profimannschaft zu entwickeln. Und falls die Bayern am Transfermarkt weiter erfolglos bleiben, sogar muss.