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FC Bayern lässt jede Souveränität vermissen | BR24

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5:4 gewann der FC Bayern München sein DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den 1. FC Heidenheim. Nicht nach Verlängerung, nicht nach Elfmeterschießen - sondern nach regulären 90 Minuten. Ein denkwürdiger Fußballabend in München.

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FC Bayern lässt jede Souveränität vermissen

"Es war verrückt", sagte Thomas Müller nach dem Neun-Tore-Drama gegen den 1. FC Heidenheim und schickte eine Kampfansage an Borussia Dortmund. Trainer Niko Kovac ärgerte sich dagegen über die vier Gegentreffer.

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Der Rekordmeister konnte ein K.o. gegen den krassen Außenseiter gerade noch verhindern. Eine Bewerbung für einen Sieg gegen Borussia Dortmund im Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) war dieser Pokal-Abend auf keinen Fall. Auch wegen einer über 75-minütigen Unterzahl ließ Bayern jede Souveränität vermissen und erreichte die Runde der letzten Vier letztlich nur dank seiner individuellen Klasse. Lange hatte sogar eine Sensation in der Luft gelegen.

Kovac ärgert sich über vier Gegentreffer

Nach dem Achtelfinal-Aus in der Champions League wäre damit fast auch der zweite mögliche Titel für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac futsch gewesen. "Solch ein Spiel, mit solch einem Ergebnis, hab ich noch nie erlebt", sagte Kovac, der sich jedoch über den Auftritt seiner doch sehr erfahrenen Spieler ärgerte. "Du kannst nicht vier Gegentreffer kassieren." Erfreut zeigte sich der 47-Jährige über die gezeigte Moral, "dass man in Unterzahl noch das 4:2 bzw. das 5:4 holt." Kovac hofft dadurch auf einen positiven Effekt für kommende Aufgaben.

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"Ich hätte lieber 1:0 gewonnen als 5:4", sagte FC Bayern-Coach Niko Kovac nach dem knappen Sieg im Pokalduell gegen den 1. FC Heidenheim.

Thomas Müller: "Unfassbar"

Dabei hatte alles ganz harmlos begonnen. Erst 1:0, dann Rot gegen Niklas Süle, 1:2, plötzlich 4:2, 4:4, 5:4 - langweilig wurde es den 75.000 Zuschauern nie. Nach 90 furiosen Minuten setzte sich dann doch noch der FC Bayern gegen den tapferen Zweitligisten durch und quälte sich mit letzter Kraft ins Halbfinale. "Unfassbar. Dass wir eine harte erkämpfte 4:2-Führung wieder hergeben, kann uns natürlich nicht gefallen", sagte Müller nach der denkwürdigen Partie, die alles zu bieten hatte.

"Die ganz große Erkenntnis ist, dass wir vier Tore gekriegt haben gegen einen Zweitligisten. Das darf nicht passieren" Leon Goretzka

"Die Jungs haben ihre Seele auf dem Platz gelassen", sagte Heidenheims Torhüter Kevin Müller. Trainer Frank Schmidt meinte: "Wenn vor dem Spiel einer gesagt hätte, dass neun Tore fallen, wäre wohl niemand auf ein 5:4 gekommen."

Müller schickt Kampfansage an Dortmund

"Wichtig ist, dass man gesehen hat, dass wir noch da waren. Auch wenn sich das 5:4 nicht super anfühlt", sagte Müller und schickte eine Kampfansage in Richtung Borussia Dortmund: "Wir müssen dieses moralische Plus nutzen, den Arsch zusammenkneifen und dann gegen die Dortmunder gewinnen." Er selbst werde dabei mit gutem Beispiel voran gehen. "Meine Brust ist zwar physisch nicht die breiteste", sagte Müller: "Aber ich bin einer, der bereit ist, vorneweg zu gehen."