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Bayern-Frauen beenden Saison als Vizemeister | BR24

© picture alliance / Sven Simon

Bayern-Coach Thomas Wörle

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Bayern-Frauen beenden Saison als Vizemeister

Neun Jahre lang war Thomas Wörle Trainer der Fußballfrauen vom FC Bayern. Mit einem 5:0 in Mönchengladbach verabschiedete er sich von den Münchnerinnen. Der Vertrag des 37-Jährigen wurde trotz der erfolgreichen Arbeit nicht verlängert.

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Die Frauen vom FC Bayern haben das letzte Spiel der Saison gegen Borussia Mönchengladbach mit 5:0 gewonnen und sind Deutscher Vizemeister. Im Gladbacher Grenzlandstadion trafen Sara Däbritz (40.), zwei Mal Jovana Damnjanovic (70., 90.) Lina Magull (84.), und Jill Roord (87.) und bereitetem dem nach neun Jahren scheidenden Cheftrainer Thomas Wörle einen gebührenden Abschiedssieg.

Die Münchnerinnen haben mit 75 Treffern einen neuen Vereinsrekord aufgestellt, hatten aber am Ende vier Punkte Rückstand auf die Frauen vom VfL Wolfsburg, die den Titel erneut verteidigen konnten.

Scheuer wird Nachfolger von Wörle

Dem Team steht nach der verpassten Meisterschaft nun ein großer Umbruch bevor. Schon vor der Saison stand fest, dass der Vertrag von Trainer Thomas Wörle nicht verlängert wird. Der 37-Jährige hatte die Mannschaft 2010 von seinem Vater Günther Wörle übernommen und verlässt den FC Bayern nun nicht ganz freiwillig. Verständlich, immerhin prägte der gebürtige Krumbacher die erfolgreichste Ära der Bayern-Frauen: Mit ihm als Chefcoach qualifizierte sich der Klub zuletzt fünf Mal in Folge für die Champions League, wurde zwei Mal Deutscher Meister, drei mal Vizemeister und scheiterte in dieser Saison nur knapp im Champions-League-Halbfinale am FC Barcelona. Zudem holte Wörle 2012 den DFB-Pokal.

Zu seiner Zukunft hat sich Wörle öffentlich bislang noch nicht geäußert. Er möchte sich jetzt erst einmal mehr seiner Familie widmen. Sein Nachfolger wird Jens Scheuer vom SC Freiburg.

Verdiente Spielerinnen verlassen den Verein

Dank der Vizemeisterschaft kann Scheuer auch in der neuen Saison in der Königsklasse antreten. Dann werden viele wichtige Spielerinnen nicht mehr im Team sein: Melanie Behringer beendete ihre Karriere, Gina Lewandowski kehrt in die USA zurück. Sara Däbritz, Leonie Maier, Torhüterin Manuela Zinsberger, Lucie Vonkova, Jill Roord, Anna Gerhardt und die Schwedin Fridolina Rolfö.

Dafür sollen neue Gesichter Scheuer helfen: Linda Dallmann aus Essen, Giulia Gwinn vom SC Freiburg, Amanda Ilestedt von Turbine Potsdam, Carina Schlüter aus Sand und Simone Boye Sørensen vom FC Rosengård stehen bereits als Neuzugänge fest.

Meistertitel geht erneut an VfL Wolfsburg

Double-Gewinner VfL Wolfsburg bekam nach einem 2:0-Heimerfolg gegen Turbine Potsdam die Meisterschale überreicht. Dank der Essener Niederlage in Leverkusen beendete Potsdam (42) die Spielzeit auf dem dritten Rang vor der SGS (41) und dem 1. FFC Frankfurt (34), der beim MSV Duisburg 2:0 gewann. Auf Platz sechs landete die TSG Hoffenheim (33) nach einem 2:2 beim SC Sand.

Bremen und Mönchengladbach steigen ab

Werder Bremen muss nach einem Abstiegskrimi den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Am letzten Spieltag kamen die Hanseatinnen beim SC Freiburg nur zu einem 1:1 und mussten Bayer Leverkusen noch vorbeiziehen lassen. Der Aufsteiger (18) rettete sich durch ein 2:1 gegen die SGS Essen und zwei Punkten Vorsprung auf Werder auf Platz zehn.

Mitaufsteiger und Schlusslicht Borussia Mönchengladbach stand bereits seit dem 18. Spieltag als Absteiger fest und verabschiedete sich mit nur einem gesammelten Zähler aus dem Oberhaus.

Bundesliga-Rückkehr des 1. FC Köln

Wie bei den Männern kehrt der 1. FC Köln auch in die Frauen-Bundesliga zurück. Nach einem 2:1 gegen den 1. FC Saarbrücken stehen die Frauen vom FC am vorletzten Spieltag der 2. Liga als Tabellendritter hinter den Zweitvertretungen von Bayern München und dem VfL Wolfsburg als erster Aufsteiger fest.