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Gute Nachricht für alle Mannschaftssportler: Ab Montag dürfen sie im Freien wieder trainieren. Auch die vielen Amateur-Fußballer können also zurück auf den Platz. Allerdings gelten strikte Auflagen. Was erlaubt ist und was nicht - ein Überblick.

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Bayern erlaubt ab Montag wieder Mannschaftstraining im Freien

Gute Nachricht für alle Mannschaftssportler: Ab Montag dürfen sie im Freien wieder trainieren. Auch die vielen Amateur-Fußballer können also zurück auf den Platz. Allerdings gelten strikte Auflagen. Was erlaubt ist und was nicht - ein Überblick.

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Gute Nachrichten für Freizeitsportler: In Bayern ist von Montag an wieder eingeschränktes Mannschaftstraining erlaubt. Davon profitieren auch und vor allem Fußballer und Fußballerinnen, die im Freistaat die mit Abstand größte Sport-Dachorganisation bilden; insgesamt sind im Bayerischen Fußball-Verband (BFV) rund 1,6 Millionen Mitglieder in gut 25.000 Mannschaften und 4.600 Vereinen organisiert.

Aber auch Hockeyspieler, Footballer und andere Mannschaftssportler können laut Bayerischen Innenministerium wieder loslegen. Vorausgesetzt, dass draußen und in Kleingruppen geübt wird und dass die (auch für den derzeitigen Corona-Alltag empfohlenen) Hygiene- und Abstandsregeln gewahrt werden. Auf der Internetseite des Bayerischen Innenministeriums heißt es wörtlich: "Möglich ist ein kontaktloses Training in Form von z. B. Taktik-, Technik- oder Konditionstraining, wenn dies im Freien stattfindet."

Training nur kontaktlos und in der Kleingruppe

Für die Fußballer gibt es bereits sehr konkrete Handlungsanweisungen. Zum einen, weil der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Leitfaden mit Trainingsübungen erarbeitet hat, der allen Vereinen einen Rahmen für die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs geben soll. Zum anderen, weil der BFV einen eigenen Leitfaden entwickelt hat. "Es geht wieder los!", lautet der Titel des Dokuments, das den Amateuren nun helfen soll. Die Empfehlungen und Anordnungen für die Kicker und Trainer lauten unter anderem:

  • Training ist nur im Freien mit maximal fünf Personen in der Kleingruppe und ohne Kontakte erlaubt
  • Mindestabstand zwischen zwei Personen soll 1,5 Meter betragen
  • Insgesamt sollen nicht mehr als 20 Spieler gleichzeitig auf dem Platz (maximal zehn pro Hälfte)
  • Es wird ohne Zweikämpfe trainiert
  • Die Sportler sollen auf Desinfektion achten und etwa eine eigene Trinkflasche mitbringen
  • Spucken und Nase putzen auf dem Feld sind zu vermeiden
  • Die Spieler sollen am besten bereits umgezogen kommen, das Duschen soll zu Hause erfolgen
  • Umkleidekabinen und Gemeinschaftsräume an den Sportstätten sollen nicht genutzt werden
  • Besonders corona-vulnerable Personen (Risikogruppen) sollen nicht besonders gefährdet werden
  • Zuschauer sind beim Training nicht erlaubt

BFV: "Noch ein weiter Weg zur Normalität"

BFV-Präsident Rainer Koch sprach von einem "ersten Schritt", der nun gemacht worden sei: "Wir wissen, dass es bis zur Rückkehr zur Normalität noch ein weiter Weg ist. Jetzt kommt es auf uns alle an, dass wir uns auch strikt an die staatlichen Regelungen halten, wohl überlegt und mit gesundem Menschenverstand die ersten Schritte auf den Plätzen machen." Vorsicht und Fürsorge seien weiterhin oberstes Gebot, sagte Koch weiter.

Die Bundesregierung hatte am vergangenen Mittwoch das pauschale Verbot von Sport in Zeiten der Coronakrise gelockert; damit bekamen die Landesregierungen und Landesverbände die Chance, die Tür für Sport- und Trainingsbetrieb unter freiem Himmel im Breiten- und Freizeitsport zu öffnen.

Bayern folgt NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen war daraufhin am Donnerstag als erstes Bundesland vorgeprescht und hatte nicht nur Training in Kleingruppen wieder erlaubt, sondern ab dem 30. Mai auch grünes Licht für sämtlichen Sport mit Körperkontakt sowie für Wettkämpfe im Amateursport gegeben. Neben Bayern haben nun auch Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern mit der "Kontaktlose-Kleingruppen"-Erlaubnis nachgezogen. In den meisten Bundesländern ist Mannschaftssportart derweil in jeder Form noch untersagt.

Dass Bayern nun bereits Mannschaftssport zulässt (wenn auch unter strengen Auflagen), ist durchaus überraschend. Denn das Kabinett hatte in dieser Woche zunächst nur beschlossen, den Bürgerinnen und Bürgern ab nächstem Montag (11. Mai) wieder Individualsport ohne Einschränkungen zu erlauben. Dazu zählen etwa Tennis, Rudern, Leichtathletik, Golf, Segeln und auch Reitunterricht in der Halle. Auch Wandern in den Bergen ist ab dann wieder problemlos möglich.

Am Dienstag hieß es derweil noch, Training und Wettkämpfe in Mannschaftssportarten blieben zunächst ausgesetzt. Allerdings wurde an diesem Tag auch erklärt, dass der für Sport zuständige Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit dem Bayerischen Landessportverband an einem Konzept auch für Mannschaftssportarten arbeite. Dieses Konzept ist nun offenbar fertig.

Spielbetrieb bis Ende August ausgesetzt

Bis es in Bayern allerdings noch "echte" Amateur-Fußballspiele gibt, dürfte es noch dauern. Der Spielbetrieb in Bayern ist bis mindestens 31. August ausgesetzt. Ausgenommen sind die Profiligen. Die Bundesliga und die zweite Liga sollen am kommenden Wochenende wieder starten, die Dritte Liga dann Ende des Monats - alle unter strikten Auflagen und ohne Publikum.

mit Material von dpa und SID

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