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Bayern bei Bayer: Keine Gedanken an die Meisterschaft | BR24

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"Aktuell mach' ich mir darüber keine Gedanken", sagte Hansi Flick auf die Frage, wie er eine Meisterschaft mit dem FC Bayern einstufen würde. Er bleibt seiner Linie treu. Weiter als bis zum nächsten Spiel in Leverkusen möchte er "nicht denken".

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Bayern bei Bayer: Keine Gedanken an die Meisterschaft

Fußball-Deutschland schaut am 30. Bundesliga-Spieltag gespannt nach Leverkusen: Schlägt Bayer die Bayern, könnte es noch einmal spannend werden. Entsprechend fokussiert geht FCB-Coach Hansi Flick ins Match. Gedanken an die Meisterschaft sind tabu.

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Von
  • Bernd R. Eberwein

"Aktuell mach' ich mir darüber keine Gedanken", sagte Hansi Flick auf die fast schon obligatorische Frage, wie er denn eine Meisterschaft mit dem FC Bayern einstufen würde. Flick bleibt auch im Saisonendspurt seiner Linie treu. Weiter als bis zum nächsten Spiel möchte der 55-Jährige nicht denken.

Dass die Bayern derzeit vermeintlich unbesiegbar sind und so unantastbar erscheinen? "Wir haben für mich noch zu viele einfache Ballverluste. Das sind Dinge, die mich ärgern, die wir noch besser machen können", sagt Flick, der sich von der allgemeinen Euphorie im Umfeld des Rekordmeisters nicht ablenken lassen will.

Leverkusen, Frankfurt, Gladbach

Obwohl in der nächsten Woche mit den Spielen gegen Leverkusen, Frankfurt (Pokal) und Mönchengladbach die wohl entscheidendste Woche der Saison ansteht, blickt Flick ausschließlich auf Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr, Live-Einblendungen in Heute im Stadion). Schließlich bescherte Bayer den Bayern in der Hinrunde eine bittere Heimniederlage.

"Man kann die Spiele nicht miteinander vergleichen", sagt Flick zwar mit Blick auf das erste Saisonduell, aber: "Sie haben sehr schnelle Spieler, das haben wir zuhause erfahren müssen." Und am schnellen Offensivspiel der Leverkusener hat sich seit der Vorrunde wenig geändert, vor allem wegen eines Spielers: Kai Havertz.

Das Supertalent spielt vor

Die FC-Bayern-Verantwortlichen haben in Leverkusen auch die Möglichkeit, Leverkusens Überflieger Havertz wieder einmal aus nächster Nähe zu scouten. Der 20-Jährige ist in dieser Saison in Galaform, 16 Tor-Beteiligungen in den letzten 13 Pflichtspielen sprechen eine deutliche Sprache.

"Ich glaube es gibt wenige Trainer, die was dagegen hätten, wenn Kai Havertz in ihrer Mannschaft spielen würde", sagte auch Hansi Flick vor dem Gastspiel bei Bayer.

FC Bayern München zurückhaltend

Dass der FC Bayern junge deutsche Nationalspieler gerne in München sehen würde, ist also bekannt. Allerdings bleiben die Verantwortlichen von Präsident Hainer bis Ehrenpräsident Uli Hoeneß angesichts einer Ablösesumme von 100 Millionen Euro, so Leverkusens Transferziel, eher zurückhaltend.

"Sportlich würde ich ihn gerne in München sehen, aber Stand heute kann ich es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Havertz kommt", sagte Hoeneß in der vergangenen Woche in Heute im Stadion auf Bayern 1. Die Bayern fokussieren ihre Transferbemühungen derzeit mehr auf Leroy Sané von Manchester City.

Angebliches Havertz-Angebot von Real Madrid

Zumal in der Personalie Havertz nun auch prominente internationale Konkurrenz auftritt. Nach Medienberichten hat Real Madrid eine Offerte von 80 Millionen Euro abgegeben, Leverkusen aber abgelehnt.

Madrid strebt wohl einen Wechsel nach dieser Saison an, würde Havertz aber direkt noch ein Jahr an Leverkusen verleihen. Dadurch könnte Bayer zunächst eine weitere Saison mit seinem Leistungsträger planen, die Transfererlöse aber sofort investieren.