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Andrea Trinchieri

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Bayern-Basketballer: Neuer Angriff auf einen Titel

Es gab kein Happy End für den FC Bayern Basketball: Die Saison 2021/2022 endete mit der Finalniederlage gegen Alba Berlin für das Team von Trainer Andrea Trinchieri ohne Titel. Die Münchner müssen ab Oktober einen neuen Anlauf starten.

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BBL-Vizemeister, die erneute Qualifikation fürs Playoff-Viertelfinale in der EuroLeague, aber auch das frühe Aus im BBL-Pokal gegen Chemnitz - es war eine Saison mit Höhen und Tiefen für die Basketballer des FC Bayern. Und eine titellose. Nach dem verlorenen vierten Finalspiel gegen Alba Berlin (81:96) versuchten erst Präsident Herbert Hainer und dann auch Trainer Andrea Trinchieri aber schnell die Deutungshoheit zurückzugewinnen.

Hainer sprach unmittelbar nach dem Spiel bei Magenta Sport von einer "guten Saison" und stand damit recht alleine da. Immerhin hatte sein Team den größten Etat aller Bundesligaklubs, Meisterschaft und Pokal gingen aber wieder einmal an den Konkurrenten aus der Bundeshauptstadt. Ein nationaler Titel war das erklärte Ziel, und das wurde verpasst. "Ich bin zufrieden, aber nächstes Jahr muss es mehr sein", schob der Präsident dann noch hinterher. Mit anderen Worten: Die Münchner werden in der neuen Saison mit Macht nach einem Titel greifen.

Trinchieri: "Viel durchgemacht"

Andrea Trinchieri beklagte auch die Umstände im vergangenen Jahr: "Wir haben Dinge durchgemacht, von denen alle gar nichts mitbekommen haben. Deshalb bin ich sehr stolz, wie meine Mannschaft, wie sie trotz allem zusammengehalten hat - das war der große Erfolg dieser Saison, das definiert sie", sagte der 53-Jährige.

Unter anderem dürfte der Italiener damit die Verletzungsmisere gemeint haben, die sein Team immer wieder zurückwarf. In den Finals gegen Berlin fehlten mit Vladimir Lucic, Leon Radosevic, Darrun Hilliard und Corey Walden am Schluss vier potenzielle Starting-Five-Spieler. Zuvor waren ebenfalls immer wieder Leistungsträger ausgefallen. Ein Phänomen, mit dem allerdings auch andere Mannschaften zu kämpfen hatten.

Euroleague hui, BBL-Pokal pfui

Das frühe Pokal-Aus gegen die Niners Chemnitz war mit Verletzungsausfällen eher nicht zu erklären, Platz drei zum Abschluss der BBL-Hauptrunde hinter Berlin und der Überraschungsmannschaft aus Bonn schon eher. Auch die Belastung in der EuroLeague spielte da sicherlich mit hinein. In Europa zeigten die Münchner überhaupt ihre besten Leistungen in dieser Spielzeit. Das enge Viertelfinalduell gegen den FC Barcelona, das die Bayern erst im entscheidenden fünften Spiel verloren, wird in Erinnerung bleiben.

In den BBL-Playoffs gab es dann zuerst ein glattes 3:0 gegen Chemnitz, ehe man wieder etwas ins Schludern kam. Im Halbfinale gegen die Telekom Baskets Bonn sah es nach zwei Auswärtssiegen erneut nach einer klaren Sache aus, doch die Rheinländer konnten anschließend zweimal in München gewinnen und zwangen die Bayern in Spiel fünf. In der Finalserie gegen den Titelverteidiger (1:3) überzeugte die Mannschaft dann nur in Spiel drei beim 90:60-Erfolg in Berlin.

Alba Berlin feiert seine dritte Meisterschaft in Folge

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Lange, kräftezehrende Saison

"Sie haben die Trophäe gehoben und wir versuchen, mit den bitteren Gefühlen klarkommen. Das ist Sport, das ist das Leben. Aber das wäre ein oberflächlicher Blick auf das, was passiert ist", sagte Trinchieri und verwies auf Paul Zipser, der sich vor einem Jahr einer Hirn-Operation unterziehen musste und Leon Radosevic, der während der diesjährigen Finalserie ins Krankenhaus musste.

"Ich hoffe nur, dass dieser Teufelskreis endet, denn das hat bereits letztes Jahr angefangen, als die Sache mit Paul passierte. Er ist zurück, aber wirklich zurück ist er nicht", ordnete Trinchieri ein. Bayern hat in dieser Saison über 80 Spiele absolviert. Man werde sich die ganze Pause damit beschäftigen, wie man sich besser auf so eine lange Saison in Bundesliga und Euroleague vorbereiten könne.

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