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Lucas Hernandez, Benjamin Pavard, Corentin Tolisso und Kingsley Coman (von links nach rechts)

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    Bayerisches Franzosen-Quartett vor Heimspiel in München

    Gleich zwölf Spieler des FC Bayern München gehören beim deutschen EM-Auftakt gegen Frankreich zu den Aufgeboten beider Teams. Darunter sind vier Franzosen, die sich in München bestens auskennen und ebenfalls Heimvorteil haben.

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    • BR24 Sport

    Die Chance eines erneuten Heimspiels nach der EM 2016 hat der französische Fußball-Verband FFF nicht wahrgenommen. So muss der Weltmeister am Dienstag auswärts beim Weltmeister 2014 in München starten. Für vier Franzosen ist es dennoch ein Heimspiel. Für die Bayern-Profis Benjamin Pavard, Lucas Hernandez, Corentin Tolisso und Kingsley Coman ist die Münchner Arena ihr Fußball-Wohnzimmer. "Das erste Spiel gegen Deutschland zu bestreiten, und dann auch noch in München, ist schon etwas Besonderes", sagte Benjamin Pavard: "Ich treffe auf viele Freunde. Aber während des Spiels sind es meine Gegner. Da gibt es keine Geschenke."

    Vier gegen Vier möglich

    Theoretisch könnte es sogar sein, dass die Franzosen mit ebenso vielen Bayern-Spielern auflaufen wie Deutschland. Denn da Leon Goretzka noch verletzt ist, Niklas Süle und Leroy Sané ihre Plätze nicht sicher haben und Jamal Musiala ohnehin Ersatz ist, könnte es beim DFB-Team auf ein Quartett aus München hinauslaufen: nämlich auf Kapitän Manuel Neuer im Tor, Stratege Joshua Kimmich, Dribbler Serge Gnabry und Rückkehrer Thomas Müller. Ob bei den Franzosen alle Münchner zur Startelf gehören, ist aber auch nicht sicher. Mindestens Coman, angeschlagen in der Vorbereitung, dürfte eher noch auf der Bank Platz nehmen.

    Tolisso ist Gewinner der Vorbereitung

    Die Außenverteidiger Pavard und Hernandez sowie der zentrale Mittelfeldspieler Tolisso sind in einem Team voller Künstler dagegen wichtige Stabilisatoren. Pavard, der in München "wichtige Erfahrungen gesammelt und viele Titel gewonnen" hat, scheint rechts gesetzt. Bei der Generalprobe gegen Bulgarien (3:0) bereitete er auch ein Tor vor. Hernandez stand in beiden Vorbereitungsspielen in der Startelf, wackelt aber. Tolisso hat sich trotz gerade erst auskurierter Verletzung ins Team gespielt. "Er ist ohne Zweifel der große Gewinner der Vorbereitung", schrieb das Sportblatt "France Football". Und Pavard erklärte: "Coco ist ein toller Mensch und ein absoluter Profi. Wir haben nie an ihm gezweifelt."

    Ribéry mit zwei Herzen

    Ein französischer Bayer ist auch Ex-Spieler Frank Ribéry, 81-maliger Nationalspieler Frankreichs und von 2007 bis 2019 in München. "Mein Herz wird beim Spiel geteilt sein, halb-halb", sagte der 38-Jährige der "Bild am Sonntag": "Ich bin gebürtiger Franzose, aber ein großer Teil meines Herzens gehört Deutschland. Wenn die DFB-Mannschaft gewinnt, bin ich glücklich für Deutschland und ein bisschen traurig für Frankreich. Umgekehrt fühle ich dasselbe." Nach zwölf Jahren in der Landeshauptstadt hat Ribéry sogar "mehr Freunde im deutschen Team als bei Frankreich", zumal er bei der Equipe Tricolore nach mehreren Skandalen im Unfrieden schied.

    EM-Favoriten im Duell

    Für Ribery sind Deutschland und Frankreich nicht nur die Favoriten in der Gruppe F, sondern auch heiße Anwärter auf den Europameisterschafts-Titel. "Natürlich ist es gut möglich, dass sie sich im EM-Finale wieder sehen", meinte er. Dann zwar nicht in München, sondern im Wembley-Stadion in London, dafür aber erneut mit zahlreichen Bayern-Spielern im Gepäck.