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Bayerischer Fußball-Verband: Vorzeitige Winterpause für Amateure | BR24

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BFV-Präsident Rainer Koch

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    Bayerischer Fußball-Verband: Vorzeitige Winterpause für Amateure

    Alle Amateurfußballer gehen ab sofort in eine vorgezogene Winterpause: Das hat der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) beschlossen, der damit auf das von der Regierung angeordnete Verbot von Freizeit- und Breitensport reagiert.

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    • BR24 Sport

    Formell hat der BFV-Vorstand am Montagabend einstimmig die pandemiebedingte, allgemeine Wettkampfs-Spielbetriebsaussetzung bis 31. Dezember 2020 beschlossen. "Dass wir bereits jetzt mit allen Spiel- und in Altersklassen in die Winterpause gehen, ist sicherlich keine überraschende Nachricht, sondern vielmehr die logische Konsequenz aus dem jetzt verhängten Sportverbot", erklärte Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb in Bayern verantwortlich zeichnet.

    BFV: Restart im Dezember macht "keinen Sinn"

    Desweiteren wies der Schatzmeister darauf hin, dass es keinem Verein zuzumuten wäre, "jetzt abzuwarten und direkt im Dezember wieder ins Geschehen einzugreifen. Das wäre ohnehin nur mit einer Vorlaufzeit von zwei Wochen möglich gewesen". Außerdem mache es "keinen Sinn, Mitte Dezember, wo vielerorts witterungsbedingt Spielen quasi schon unmöglich ist, nochmals einen Versuch zu unternehmen - zumal wir heute noch gar nicht wissen, wie sich die Zahl der Infektionen nach diesen harten Einschnitten entwickelt und welchen Kurs die Politik in vier Wochen verfolgt."

    Appell für Möglichkeit des Trainingsbetriebs

    Gleichzeitig aber unterstrich das BFV-Gremium in seinem einstimmig getroffenen Beschluss die große Notwendigkeit, auf Sicht zumindest den Trainingsbetrieb in angepasster Form wieder zu gestatten, um weiteren Schaden von den Sportvereinen abzuwenden. Hier seien alle Sportfachverbände in der Pflicht, mit einer Stimme zu sprechen.

    Präsident Koch erneuert Entschädigungs-Forderungen

    Neben dem tiefen Bedauern über den nächsten Lockdown erneuerte BFV-Präsident Rainer Koch die Forderung nach finanziellen Entschädigungen zum Erhalt der Vereinsvielfalt in Bayern: "Was für die Kultur gilt, beansprucht auch der Sport für sich. Das muss die Politik anerkennen, erste Signale gibt es ja bereits. Wir als Fachverbände müssen aber hartnäckig bleiben und mit einer unüberhörbaren Stimme sprechen."

    Grundlage für Saison-Fortsetzung durch flexible Planungen

    Mit der bereits im April getroffenen Entscheidung, die Saison 2019/20 nicht abzubrechen, sondern stattdessen fortzusetzen, hatte der BFV die Voraussetzung geschaffen, um flexibel auf pandemiebedingte Folgen reagieren zu können. Im Falle eines Abbruchs wäre es nämlich rein zeitlich nicht möglich gewesen, eine neue Saison 2020/21 komplett auszutragen – zumal der Spielbetrieb in Bayern erst wieder am 19. September 2020 aufgenommen werden durfte.