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Corona: Amateurfußball in Bayern in Absprache mit Gesundheitsamt | BR24

© Picture alliance/dpa

BFV-Präsident Rainer Koch

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Corona: Amateurfußball in Bayern in Absprache mit Gesundheitsamt

Der Bayerische Fußball-Verband hat für den Amateurfußball Vorsichtsmaßnahmen gegen den Corona-Virus erlassen. Partien mit mehr als 1.000 Zuschauern müssen dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Auch der DFB verweist auf die Zuständigkeit der Behörde.

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Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) beobachtet die Corona-Infektionszahlen, die weiteren Entwicklungen und insbesondere behördliche Entscheidungen. Darüber hinaus gibt die Vereinigung konkrete Handlungsanweisungen, die ab sofort gelten. Das betrifft alle Herren-, Frauen- und Jugendspiele.

Spieler aus Risikogebieten nicht einsetzbar

Sämtliche Vereine sind aufgefordert, aktiv zu prüfen, ob es Spielerinnen in ihren Mannschaften gibt, die in den vergangenen 14 Tagen (seit dem 21.2.2020) aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Unabhängig von Krankheitssymptomen sollen diese Aktiven weder an Spielen noch am Training teilnehmen. Außerdem müssen sich die Vereine in einem solchen Fall mit ihrem zukünftigen Gegner auf eine Spielverlegung einigen.

Verlegung statt Geisterspiele

"Eine Ansetzung sogenannter 'Geisterspiele' steht für den bayerischen Amateurfußball aktuell nicht zur Debatte", schreibt der Verband. Für den Fall einer diagnostizierten Corona-Infektion muss jede Partie zwingend verlegt werden. Aktuell geht der Bayerische Fußball-Verband aber davon aus, "dass der Spielbetrieb wie geplant stattfindet".

Partien mit mehr als 1.000 Zuschauern sollen gemeldet werden

Trotzdem bittet der BFV alle Vereine, die am kommenden Spieltag mit einem Zuschaueraufkommen von mehr als 1.000 Besuchern rechnen, sich mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder den zuständigen Sicherheitsbehörden in Verbindung zu setzen. Dabei beruft sich der Verband auf den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern vorerst abzusagen, den auch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege unterstützt. An deren Vorgaben will sich der Verband orientieren.

DFB verweist auf Zuständigkeit der Gesundheitsbehörden

Wie im Profifußball wird es auch im Amateurbereich Spielabsagen aufgrund der Corona-Krise nur in Absprache mit den Gesundheitsbehörden geben. Das stellte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach einer Präsidentensitzung in Frankfurt klar. Entscheidungen etwa über Geisterspiele oder Absagen müssten "von den zuständigen Gesundheitsbehörden getroffen und veranlasst werden", hieß es in einer Mitteilung.

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Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fordert Bundesgesundheitsminister Spahn, Events mit mehr als tausend Zuschauern abzusagen. Prominentestes Opfer könnte dann die Bundesliga werden.