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Bayerische Segler glänzen bei Kieler Woche | BR24

© picture alliance/Frank Molter/dpa

Segler Philipp Buhl bei der Kieler Woche 2020

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    Bayerische Segler glänzen bei Kieler Woche

    Jubel bei den bayerischen Seglern in Kiel: Laser-Weltmeister Philipp Buhl aus Sonthofen sowie das Duo Tina Lutz aus Holzhausen am Chiemsee und ihre Vorschoterin Susann Beucke sichern sich die Titel in ihren Wettkampfklassen.

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    Die Skiffseglerinnen Tina Lutz/Susann Beucke haben die 126. Kieler Woche mit einem Doppel-Erfolg beendet. Die beiden 29-Jährigen gewannen in der Strander Bucht ihren dritten Kieler-Woche-Titel nach 2013 und 2016. Das Duo setzte sich zugleich in der nationalen Ausscheidung um die Olympia-Fahrkarte im 49er-FX klar gegen die Berlinerinnen Victoria Jurczok/Anika Lorenz durch und darf nach zwei Ausscheidungs-Niederlagen in den Jahren 2012 und 2016 auf die ersehnte Olympia-Premiere in Tokio hoffen.

    Laser-Weltmeister Philipp Buhl aus Sonthofen lag vor dem Abschlusstag noch auf dem zweiten Gesamtrang und sicherte sich mit einem Sieg am Finaltag den Gesamtgewinn.

    Hervorragendes Ergebnis für deutsches Team

    Die dritte Medaille für den deutschen Nationalkader ging an die Lokalmatadoren Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer im Nacra-17-Katamaran, die damit ebenfalls bereits alle Kriterien für eine Olympianominierung erfüllt haben.

    "Die coronabedingte Regattapause haben offenbar alle gut überstanden und durch intensives Training genutzt. Mit den Ergebnissen können wir hochzufrieden sein." Nadine Stegenwalner, Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbandes (DSV)

    Deutsche Athleten für vier Olympia-Wettbewerbe in Tokio qualifiziert

    Nach der Ausscheidungsserie steht die deutsche Mannschaft für die olympischen Segelwettbewerbe von Enoshima in vier von zehn Disziplinen. Die Bronzemedaillen-Gewinner von Rio 2016 im 49er, Erik Heil und Thomas Plößl vom Norddeutschen Regatta Verein Hamburg, landeten zwar bei der Kieler Woche nur auf Rang sechs, hatten sich aber bereits vorher für die Spiele in Tokio im nächsten Jahr qualifiziert.

    Offen bleibt das Olympiaticket weiterhin bei den Frauen im Laser Radial. Die Kielerin Swenja Weger, die bei der Weltmeisterschaft als einzige erste Quali-Punkte gesammelt hatte, verpasste auf ihrem Heimatrevier als 15. die Olympianorm des Deutschen Olympischen Sport Bundes (DOSB). Diese erfüllte die Rostockerin Hannah Andersson, obwohl sie am Ende auf den neunten Platz zurückfiel.

    Positive Bilanz der Veranstalter

    Nach acht Tagen Segelsport ohne Publikum vor Kiel-Schilksee zogen die Organisatoren der weltgrößten Regattaserie eine positive Bilanz der ungewöhnlichsten Kieler Woche in 139 Jahren.

    "Die Aktiven haben sich mit den strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen engagiert. Es gab keinen einzigen ernsthaften Corona-Verdachtsfall." Organisationsleiter Dirk Ramhorst

    Rund 2.500 Aktive bestritten unter Corona-Auflagen mehr als 350 Wettfahrten. Man habe "wirtschaftlich mit einem blauen Auge, organisatorisch mit breiter Brust und beim Prestige mit einem dicken Plus" agiert, hieß es. Organisationsleiter Dirk Ramhorst stellte fest: "Wir hatten viel Aufmerksamkeit von anderen Verbänden bis hin zum DFB. Uns war bewusst, dass wir diese Kieler Woche nicht nur für den Segelsport machen, sondern als Leuchtturmprojekt für den deutschen Sport und darüber hinaus. Das ist gut gelungen."