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Bayerische Biathlon-Legende wird 60 | BR24

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Fritz Fischer

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    Bayerische Biathlon-Legende wird 60

    Er ist Olympiasieger, zweimaliger Weltmeister, Gesamtweltcupsieger und war auch als Trainer erfolgreich: Fritz Fischer. Urig, rustikal, Gaudibursch - so lässt er sich gut charakterisieren. Heute feiert die Biathlon-Legende den 60. Geburtstag.

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    Der geborene Kelheimer verkörperte den Biathlonsport mehr als 40 Jahre lang. Als Aktiver gewann der Mann vom SC Ruhpolding elf Medaillen bei vier Olympischen Spielen und sieben Weltmeisterschaften - sein größter Triumph war die olympische Goldmedaille 1992 in Albertville mit der Staffel. Als Schlussläufer ging der damals 35-Jährige in die Loipe - mit zehn Schuss und zehn Treffern sicherte er den ersten Platz.

    "Leithammel" der DSV-Biathleten

    Der damalige Bundeswehrsoldat war nicht nur der "Leithammel" der DSV-Skijäger, sondern eine Stimmungskanone im Team. Auch später als Trainer sah er sich noch als "Kasperlkopf und Gaudibursch". Die Stärken Fischers waren seine Reife, Ausgeglichenheit und Nervenstärke sowie sein reichhaltiger Erfahrungsschatz, den er später dem Nachwuchs vermittelte.

    "Ich lebe und arbeite für den Sport. Ich habe Biathlon immer im Herzen." Fritz Fischer

    Seine aktive Laufbahn beendete Fischer im Sommer vor Olympia 1994 in Lillehammer: "Jetzt mog i nimmer!", sagte er damals zu seinem für viele doch eher überraschenden Rücktritt. Grund dafür war das zerrüttete Verhältnis zum ehemaligen Lauf-Bundestrainer Frank Ullrich.

    Erfolge auch als Trainer

    Doch loslassen konnte er nicht vom Biathlon-Sport: Zunächst wurde er Stützpunkttrainer in Ruhpolding und förderte die Biathlon-Größen Michael Greis, Ricco Groß und Andreas Birnbacher. Nach dem Rücktritt von Bundestrainer Norbert Baier vor dem Winter 2002/03 ernannte ihn der DSV zum Disziplintrainer Männer - ausgerechnet neben Ullrich, der als Bundestrainer nachrückte. Erwachsene Männer müssten sich eben zusammenraufen, erklärte Norbert Baier, der zum Technischen Leiter Biathlon im DSV ernannt wurde.

    Trotz der Animositäten war die Zusammenarbeit des Trainerstabs von Erfolg gekrönt. In Sotschi 2014 beendete Fischer seine Trainerkarriere. Doch so ganz kann er nach über 40 Jahren immer noch nicht loslassen: In Ruhpolding betreibt er ein Biathlon-Camp - um die Sportart besser "erlebbar" zumachen.