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Basketball-WM: DBB-Präsident wettert gegen die Medien | BR24

© picture-alliance/dpa

DBB-Präsident Ingo Weiss und Dennis Schröder

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    Basketball-WM: DBB-Präsident wettert gegen die Medien

    Platz 18 - Auftreten und Abschneiden der deutschen Basketball-Nationalmannschaft bei der WM in China blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. DBB-Präsident Ingo Weiss wurde im Nachgang deutlich - allerdings nur gegen die Medien.

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    Die Experten sind sich einig: Die Leistung der vor dem Turnier hochgelobten DBB-Auswahl bei der WM in China war enttäuschend. Bereits nach den zwei Vorrunden-Niederlagen gegen Frankreich (74:78) und die Dominikanische Republik (68:70) stand fest, dass das Achtelfinale nicht erreicht werden würde. Am Ende wurde mit Ach und Krach das absolute Minimalziel erreicht - die Zulassung zur Teilnahme an einem weiteren Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio.

    "Kübel voller Scheiße ausgeschüttet"

    Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball-Bundes (DBB), übte nun in der Wortwahl deftige Kritik - allerdings nicht an der Mannschaft, sondern an der Berichterstattung: "Am Ende des Tages gehen wir nach Hause und haben zwei Spiele verloren. Das waren natürlich zwei entscheidende Spiele, eines haben wir mit vier und eines mit zwei Punkten verloren. Und trotzdem werden über uns Kübel voller Scheiße ausgeschüttet", sagte er in Shanghai. "Das hat die Mannschaft nicht verdient."

    © picture-alliance/dpa

    Dennis Schröder

    Kritik an Schröder-Statement "pervers"

    Nach dem letzten Turnierspiel störte sich Weiss besonders am Umgang mit NBA-Profi Dennis Schröder. "Die Berichterstattung in Deutschland geht mir auf den Wecker. Ich komme in die Halle, Dennis Schröder wird aufgerufen und die ganze Halle grölt. Bei uns wird nur über Dennis gelästert", sagte Weiss.

    Auch gefiel ihm nicht, dass es in den Medien hieß, Schröder abe keine feste Zusage für den kommenden Sommer gegeben. "Ihr Journalisten geht da zu ihm hin und fragt ihn nach einem Commitment für die Nationalmannschaft. Was soll der Junge denn sagen? Wenn er Lust hat und gesund ist, dann spielt er. Das hat er gesagt. Was soll er noch mehr machen? Dann lese ich in der Zeitung 'Dennis Schröder weiß nicht, ob er weitermacht.' Das ist pervers."

    Vorbereitungsgegner nicht zu schwach

    Auch die Kritik an den Gegnern in der Vorbereitung sei nicht in Ordnung. "Wenn man dann auch noch sieht, gegen wen wir in der Vorbereitung gespielt haben. Polen, Tschechien, Australien, die stehen alle im Viertelfinale, und die haben wir alle geschlagen. Das wollt ihr nicht hören, aber das ist Fakt", so Weiss: "Wir wurden oft von den Basketball-Experten ausgeschimpft, dass unsere Gegner so schwach waren. Besser kann man sich doch nicht vorbereiten."