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Basketball-Pokal - ein ausgeruhtes Trio und gestresste Bayern | BR24

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Der BBL-Pokal

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    Basketball-Pokal - ein ausgeruhtes Trio und gestresste Bayern

    Mit unterschiedlichen Vorzeichen starten die bayerischen Erstligisten an diesem Wochenende in die neue Basketball-Saison. Für drei Teams ist die Vorrunde im BBL-Pokal die erste Standortbestimmung.

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    Der Basketball-Pokal findet an drei Wochenenden vom 17. Oktober bis 2. November an fünf Standorten statt. Dabei stellt die Liga den Ausrichtern offen, ob sie gemäß der behördlichen Vorgaben Zuschauer zulassen.

    Die Basketballer des FC Bayern treffen in Weißenfels auf medi Bayreuth, die HAKRO Merlins Crailsheim und Gastgeber Mitteldeutscher BC. Brose Bamberg und s.Oliver Würzburg spielen in Ulm gegen Gastgeber ratiopharm Ulm sowie Vizemeister MHP Riesen Ludwigsburg.

    Terminstress beim FC Bayern Basketball

    Die spannende Frage für alle Teams heißt: Wo stehen wir? Seriös beantworten können das momentan nur die Münchner, die bereits in der EuroLeague gespielt haben und vor der ersten Pokalpartie gegen Bayreuth (Sonntag, 20.30 Uhr) noch bei Fenerbahce Istanbul (Freitag, 19.45 Uhr) antreten müssen.

    Ein strammes Programm, weshalb Headcoach Andrea Trinchieri die ganze Woche im Blick hat. Der Kader der Bayern ist freilich so tief, dass für das Pokalspiel personelle Wechsel denkbar sind. Trinchieri will die Spiele "Schritt für Schritt“ angehen. "Unser Ziel ist es derzeit zunächst, in jedem Spiel wettbewerbsfähig zu sein.“

    Für Bamberg, Würzburg und Bayreuth ist der Pokal nach einer langen Vorbereitung mit vielen Testspielen dagegen die erste echte Standortbestimmung. Bayreuth konnte seine letzten Tests gegen Bamberg, in Ludwigsburg und gegen Heidelberg gewinnen. Auch für Bamberg, das am Samstag (15.00 Uhr) auf Ulm trifft (15.00 Uhr) und Würzburg, das es mit Ludwigsburg zu tun bekommt (Sonntag, 15.00 Uhr), sind es die ersten Pflichtspiele. Die Unterfranken legten in dieser Woche nochmal auf dem Transfermarkt nach: Als Ersatz für den verletzten Brekkott Chapman wurde Flügelspieler Micah Downs bis Dezember verpflichtet.

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    Bayern-Coach Andrea Trinchieri und sein Kapitän Nihad Djedovic

    Aus dem Pokal für die Liga lernen

    Im deutschen Basketball geht es also direkt zum Saisonstart um den ersten Titel - aber auch um noch viel mehr. Mit dem aus der Corona-Not modifizierten Pokal-Wettbewerb will die Bundesliga binnen drei Wochen an fünf Standorten zum Auftakt der wohl schwersten Spielzeit der Geschichte ihre Zukunftsfähigkeit auch unter Pandemie-Bedingungen beweisen. "Wir freuen uns, dass wir wieder spielen können. Es sind schwierige Zeiten, das wissen wir alle", sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz voller Hoffnung.

    Bereits in den ersten Partien zeigt sich aber die große Unwägbarkeit dieser Saison. In Weißenfels sollten in einer knapp halbvollen Halle zunächst bis zu 1.250 Zuschauer dabei sein. Am Freitag (16.10.2020) reagierte der Landkreis aufgrund der steigenden Infektionszahlen jedoch kurzfristig und beschränkte die Zuschauerzahl auf 500. Bei den weiteren Vorrunden-Ausrichtern Bonn und Vechta gibt es zunächst nur eine Geisterkulisse.

    Liga erwartet "harten Winter"

    Nicht nur falls dieses Schreckensszenario durch die zweite Welle zum Dauerzustand wird, schwört Holz die Teams auf einen "harten Winter" ein. Die Mehrzahl der 18 Klubs werde die maximalen 800.000 Euro pro Verein an staatlichen Hilfen aus dem 200-Millionen-Konjunkturpaket der Bundesregierung für den Profisport beantragen.

    An dem geplanten Auftakt der Liga-Hauptrunde am 6. November will die BBL aber unbedingt festhalten. "Es wird Einschläge geben", sagte Holz und meinte zu drohenden Spielverlegungen: "Wir schauen einfach, wie oft wir das können und wie weit wir damit kommen. Das ist der einfache Plan. Wir sind da relativ gelassen."