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Basketball-Ligachef Holz: Klubs werden Finanzhilfen brauchen | BR24

© picture-alliance/dpa

BBL-Chef Stefan Holz

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    Basketball-Ligachef Holz: Klubs werden Finanzhilfen brauchen

    Die Gemengenlage ist unklar: Zwar will der Bund Vereinen 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats zahlen. Ob dies aber auch auf Profiklubs zutrifft? BBL-Chef Stefan Holz sagt: "Wir brauchen jeden Euro."

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    Stefan Holz, Geschäftsführer der Basketball Bundesliga (BBL), hat ein Auge auf die für November geplante außerordentliche Wirtschaftshilfe der Bundesregierung geworfen. "Das müssen wir mal prüfen. Wir brauchen jeden Euro, der bereit gestellt wird", sagte Holz am Tag nach dem Beschluss von Bund und Ländern, im November im Profisport erneut keine Zuschauer zuzulassen.

    Der Bund will Vereinen 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats zahlen, wenn sie von temporären Schließungen betroffen sind. Ob das auch für Profiklubs gilt, die zwar weiterspielen, aber keine Zuschauer in die Hallen lassen dürfen, ist bislang unklar.

    Prognose: Fast jeder Klub wird Hilfe beantragen

    "Es gibt ja die berühmte Coronahilfe für den Sport, maximal 800.000 Euro pro Klub. Da haben wir ja gelernt, dass das subsidiär ist", sagte Holz: "Das wird auch immer auf andere Hilfen angerechnet. Von daher ist zu klären, kommt sowas on top oder ersetzt das eine andere Hilfe. Dann wäre es wieder egal."

    Die große Mehrzahl in der BBL wolle sich die Coronahilfe sichern. "Am Montag werden wir die Klubs befragen, wer wirklich einen Antrag gestellt hat. Ich gehe davon aus, dass abgesehen von ein paar Einzelfällen jeder das beantragen wird."

    "Der Testbetrieb hat funktioniert"

    Die Entscheidung, im November keine Zuschauer zuzulassen, sieht Holz weiter "etwas ambivalent. Auf der einen Seite finde ich es ernüchternd, dass man uns Konzepte aufträgt, die wir uns höchst aufwändig erarbeiten, dann macht man einen Testbetrieb. Den macht man üblicherweise um zu sehen, ob es funktioniert. Der Testbetrieb hat funktioniert, und trotzdem dreht man die Zuschauer ab", sagte der BBL-Boss.

    Grund für den Schritt seien "einfach keine fachlichen Gründe, sondern es sind übergeordnete politische Gründe. Auf der anderen Seite haben wir natürlich auch Verständnis für die Gesamtsituation. Wir sind eine der Branchen, die überhaupt geöffnet bleiben. Die Gastronomie würde gern mit uns tauschen."

    Noch macht sich Holz keine Gedanken darüber, ob es während der Saison eventuell zu Spielen mit und dann wieder ohne Fans kommt. "Wir haben doch alle in diesem halben Jahr gelernt, dass das, was wir uns heute überlegen, morgen schon wieder anders ist. Es kommt, wie es kommt, und wir werden damit umgehen können."