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Basketball: FC Bayern nach Finaldrama erneut deutscher Meister | BR24

© Rundschau

FCBB-Geschäftsführer Marco Pesic bezeichnete das Meister-Team der FC Bayern-Basketballer als eines "der besten drei", die es jemals in der BBL gab. Kapitän Danilo Barthel sagte: "Ich glaube, das ist der Weg, wie wir in die Zukunft schauen".

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Basketball: FC Bayern nach Finaldrama erneut deutscher Meister

Die Basketballer des FC Bayern München sind erneut deutscher Meister. In einem hochdramatischen dritten Finale setzte sich der Titelverteidiger mit 93:88 (76:76, 32:46) nach Verlängerung gegen ALBA Berlin durch und gewann die Finalserie mit 3:0.

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Was für ein Krimi! Was für ein Drama für ALBA Berlin! Und was für eine Freude bei den Bayern! In einer extrem spannenden und mitreißenden Partie setzte sich die etwas glücklichere und am Ende coolere Mannschaft in der Finalserie durch. Die Titelverteidigung musste sich die Mannschaft von Trainer Dejan Radonjic in Spiel drei aber hart erkämpfen. Denn lange hatten die Berliner wie die sicheren Sieger ausgesehen.

Erst mit einer beeindruckenden Aufholjagd im Schlussviertel kamen die Bayern in die fast schon verloren geglaubte Partie zurück. In der letzten Sekunde der regulären Spielzeit hätte Münchens Derrick Williams sogar schon alles klar machen können. Doch er verlegte einen einfachen Korbleger. So retteten sich die Berliner noch in die Verlängerung, wo sich dann aber die Münchner cleverer anstellten und die zweite Meisterschaft in Folge perfekt machten.

"Ich bin sehr sehr stolz. Wir haben eine großartige Saison gespielt." Headcoach Dejan Radonjic
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Danilo Barthel mit dem Meisterpokal

Berlin entscheidet die ersten Viertel für sich

Doch von vorn: Der Titelverteidiger erwischte vor ausverkauftem Haus den besseren Start. ALBA, das unbedingt gewinnen musste, behielt aber die Nerven, ließ sich nicht abschütteln und übernahm sogar noch im ersten Viertel (15:22) die Führung. Diese bauten die Gäste bis zur Halbzeit auf 14 Punkte aus. Die Münchner hatten im zweiten Spielabschnitt (17:24) einfach zu viele einfache Ballverluste und keine gute Trefferquote.

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FC Bayern Basketball - ALBA Berlin

Bayern kommt zurück - Drama in der "Crunchtime"

Das dritte Viertel (19:16) ging knapp an die Bayern, die aber noch nicht entscheidend herankamen. Die Albatrosse kamen immer wieder zurück ins Spiel und genehmigten dem Titelverteidiger keinen größeren Lauf. Dergelang den Münchnern dann im Schlussviertel - 11:0 Punkte am Stück brachten das Team von Trainer Dejan Radonjic wieder bis auf zwei Punkte heran (62:64). Berlin hielt nochmal dagegen, zwei Minuten vor dem Ende dann aber der Ausgleich für die Bayern und kurz danach sogar die Führung (73:71). In der Verlängerung fiel dann die Entscheidung zugunsten der Bayern.

Mit 23 Punkten war Vladimir Lucic bester Werfer beim Meister. Für Berlin traf Peyton Siva (21) am besten. Nihad Djedovic (18 Punkte) wurde nach der Partie zum "MVP", zum wertvollsten Spieler der Finalserie gekürt. "Für mich bedeutet der Titel mehr, denn das ist ein Teamsport", sagte er und kündigte durch die Blume an, gerne in München bleiben zu wollen: "Ich bin hier zuhause!"

Präsident Uli Hoeneß jubelte anschließend mit der Mannschaft: "Ich wollte, dass sich der Basketball hier in München richtig etabliert. Die Zuschauer waren total begeistert", sagte er.

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"MVP" Nihad Djedovic mit seinem Sohn