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Stefan Jovic beim Korbleger
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Wolfram Porr
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Stefan Jovic beim Korbleger

Noch haben die Münchner Zeit. 30 Spiele stehen in der 16er-Liga insgesamt an - da fällt eine Niederlage noch nicht ins Gewicht. Allerdings: Gegen Istanbul war zeitweise ein Klassenunterschied zu erkennen. Trainer Dejan Radonjic muss seine Bayern schnell auf Kurs bringen, um in dieser stark besetzten Liga nicht schnell aussichtslos ins Hintertreffen zu geraten.

Guter Start dank Jovic

Nach drei eher einfachen Pflichtspielsiegen in der Basketball-Bundesliga BBL und im Pokal waren die Bayern erstmals in dieser Spielzeit richtig gefordert. Zwar hatte Anadolu Efes Istanbul die EuroLeague im Vorjahr auf dem letzten Tabellenplatz abgeschlossen. Das Team wurde aber gut verstärkt, u.a. mit zwei Ex-NBA-Profis und dem Ex-Bamberger Tibor Pleiß.

Die Münchner - noch ohne Neuzugang Derrick Williams - starteten intensiv ins erste Viertel, auch wenn einigen die Nervosität anzumerken war. Vor allem Stefan Jovic und Neuzugang Petteri Koponen übernahmen direkt Verantwortung. Das 19:18 nach dem ersten Viertel war aber etwas zu wenig Ausbeute. Der zweite Abschnitt gehörte dann auch prompt den Gästen, die das besser ausnutzten und bis zur Pause eine 44:37-Führung herausspielten.

Istanbul zieht im dritten Viertel davon

Und angeführt vom vormaligen NBA-Spieler Shawn Larkin zogen die Türken im dritten Viertel davon. In der Defense arbeiteten sie gut und vorne fiel fast jeder Wurf. Die höchste Führung: 72:48.

Vor dem Schlussviertel lag Bayern mit 51:72 hinten. Damit ging es nur noch um Schadensbegrenzung gegen Istanbul, das mit Klasse-Wurfquoten und starkem Team-Basketball überzeugte. Da die Bayern aber auch nicht mehr herankamen, stand am Ende die heftige 19-Punkte-Niederlage. Nihad Djedovic war mit 17 Punkten bester Werfer der Bayern.

Bereits kommende Woche steht in der EuroLeague der nächste Doppelspieltag an - zuhause gegen Panathinaikos Athen und dann auswärts beim von Ex-Bayern-Trainer Svetislav Pesic trainierten FC Barcelona.