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Bach zu Olympia-Verschiebung: "Nicht aus dem Bauchgefühl" | BR24

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Thomas Bach

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    Bach zu Olympia-Verschiebung: "Nicht aus dem Bauchgefühl"

    Die Verlegung der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 ist für IOC-Chef Thomas Bach nach wie vor die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt. Vorwürfe der Zögerlichkeit weist der 66-Jährige zurück.

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    IOC-Präsident Thomas Bach wehrt sich gegen Vorwürfe eines zu zögerlichen Handelns bei der Verlegung der Olympischen Spiele ins Jahr 2021. Er könne die Emotionen gut nachvollziehen. "Als Verantwortungsträger darf man in solchen emotionalen Situationen aber nicht aus dem Bauchgefühl heraus entscheiden", sagte der 66-Jährige der "Welt am Sonntag". Dem Internationalen Olympischen Komitee war vorgeworfen worden, die Entscheidung zur Verlegung angesichts der weltweiten Coronavirus-Pandemie zu lange hinausgezögert zu haben.

    "Man kann uns wirklich nicht den Vorwurf der Zögerlichkeit oder der mangelnden Beratung und Transparenz machen", sagte der Funktionär. Die einzig mögliche kurzfristige Entscheidung wäre eine Absage gewesen. Dies hätte aber bedeutet, den olympischen Traum von Athleten aus aller Welt zu zerstören. "Deshalb war dies für alle an der Entscheidungsfindung Beteiligten keine wirkliche Option."

    Kosten der Verschiebung "nicht absehbar"

    Die Spiele sollen nun vom 23. Juli bis 8. August 2021 stattfinden. Die Kosten der Verschiebung seien "im Moment noch nicht absehbar", sagte Bach.

    "Für uns, das IOC, werden sich Zusatzkosten von mehreren Hundert Millionen Dollar ergeben, das lässt sich jetzt schon sagen." Thomas Bach, IOC-Präsident

    Zu Spekulationen, die Spiele könnten wegen der weiteren Ausbreitung des Coronavirus auch 2021 nicht stattfinden, äußerte sich Bach nicht konkret. "Die oberste Priorität bleibt natürlich die Gesundheit der Athleten und aller an den Spielen Beteiligten sowie die Eindämmung des Virus. Daran werden wir uns auch in allen zukünftigen Entscheidungen orientieren", sagte er. Eine Verlegung ins Jahr 2022 sei aus Sicht des Gastgebers Tokio nicht denkbar gewesen. "Das ist eine Mammutaufgabe für das Organisationskomitee und für das Land."