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Australian Open: Tennis-Profis immer noch in Quarantäne | BR24

© BR/Kilian Medele

In zwei Wochen beginnen die Australian Open in Melbourne. Noch sind über 70 Tennis-Profis in strikter Quarantäne, darunter Angelique Kerber. Viele Athleten dürfen das Hotel nur zum Training verlassen - so auch Kevin Krawietz und Yannick Hanfmann.

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Australian Open: Tennis-Profis immer noch in Quarantäne

In zwei Wochen beginnen die Australian Open in Melbourne. Noch sind über 70 Tennis-Profis in strikter Quarantäne, darunter Angelique Kerber. Viele Athleten dürfen das Hotel nur zum Training verlassen - so auch Kevin Krawietz und Yannick Hanfmann.

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Von
  • Sonja Weinfurtner
  • Kilian Medele

Zu den Australian Open kommen die Tennisstars aus der ganzen Welt nach Melbourne angeflogen. Ein Privileg, denn sonst darf nämlich überhaupt niemand einreisen in das Land, das aus einem gut dreimonatigen ultraharten Lockdown kommt und kaum Corona-Fälle hat beziehungsweise hatte - denn jetzt ist der Tenniszirkus da und nach den Charterflügen wurden einige Passagiere positiv getestet. Wer mit in den Fliegern saß, darf jetzt nicht einmal zum Training aus dem Zimmer. Stoff für viele Diskussionen - vor allem über ungleiche Chancen - und es herrscht große Langeweile.

Frustrierte Angelique Kerber: "Vorbereitung dahin!"

Angelique Kerber hat die erste Woche der "harten" Corona-Quarantäne schon hinter sich gebracht. Weil es auf ihrem Flug nach Australien auch einen positiven Corona-Fall gegeben hatte, darf die deutsche Nummer eins ihr Hotelzimmer gar nicht verlassen. Es sei schon "frustrierend", nach der anstrengenden Vorbereitung nun wochenlang nichts machen zu können, stellte die dreimalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin fest, die sogar an ihrem Geburtstag alleine in den vier Wänden festsaß und ihn mit Workout verbrachte.

"Natürlich ist für mich damit die Vobereitung komplett dahin. Ich hatte eine meiner besten Vorbereitungen meiner Karriere - über zwei Monate lang viel Schweiß gelassen. Ich zähle jeden Tag und hoffe, dass die 14 Tage bald vorbei sind!" Angelique Kerber

Allerdings gebe es in Zeiten der Pandemie auch wichtigere Dinge - "da muss der Sport eben auch mal an zweiter Stelle stehen", so Kerber verständnisvoll.

Vorbereitungsturniere im Melbourne Park

Um Kerber und den anderen sich noch in Quarantäne befindenden Spielerinnen den Wiedereinstieg nach der 14-tägigen Tennis-Pause zu erleichtern, haben die Veranstalter der Australian Open nun die Planungen für die Woche vor dem ersten Grand-Slam-Turnier (8. bis 21. Februar 2021) angepasst: So wird es im Vorfeld ein weiteres Turnier ausschließlich für jene Spielerinnen geben, die derzeit gar nicht trainieren können.

"Das ist für die Profis, die im harten Lockdown sind, eine besonders schwierige Situation und wir versuchen alles, um ihnen zu helfen", so Turnierdirektor Craig Tiley. Die Betroffenen sollen in den Tagen vor Beginn der Australian Open auch bei der Vergabe von Trainingsplätzen bevorzugt behandelt werden.

Herren spielen um ATP Cup

Insgesamt finden vor den Australian Open jetzt drei Turniere bei den Damen und zwei Turniere sowie der ATP Cup bei den Herren statt. Alle Veranstaltungen werden im Melbourne Park ausgetragen.

Das deutsche Team um Alexander Zverev trifft beim ATP Cup auf Titelverteidiger Serbien und Kanada. Anders als Kerber gehören Zverev, Yannick Hanfmann (TennisBase Oberhaching), Jan-Lennard Struff und die beiden French-Open-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies zu den Profis, die ihre Quarantäne für fünf Stunden Training am Tag unterbrechen dürfen. Was vor allem auch von großem Vorteil ist, um sich an die Hitze in Australien zu gewöhnen.

© BR/Kilian Medele

In zwei Wochen beginnen die Australian Open in Melbourne. Noch sind über 70 Tennis-Profis in strikter Quarantäne, darunter Angelique Kerber. Viele Athleten dürfen das Hotel nur zum Training verlassen - so auch Kevin Krawietz und Yannik Hanfmann.

Besondere Situation in besonderen Zeiten

Unterkriegen lassen wollen sich die Profis nicht von der aktuellen Situation. Sie versuchen, das Beste daraus zu machen.

"Man hat keinen Freiraum. Schon eine verrückte Zeit. Aber natürlich muss man auch das Große und Ganze sehen. Viele Australier dürfen gar nicht in ihr eigenes Land einreisen. Ist klar, dass sie das nicht gerne sehen, dass wir eine Sondergenehmigung bekommen haben." Kevin Krawietz

Veranstalter plant mit Zuschauern

Dafür dürfen sich die Spielerinnen und Spieler sogar auf Zuschauer auf den Tribünen freuen. Es ist geplant, die Australian Open mit Publikum durchzuführen.

© BR

Yannick Hanfmann berichtet von seiner Zeit in Melbourne zwischen Quarantäne-Phase und dem Beginn der Australian Open.