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Augsburgs Trainer Schmidt: "Es war schlichtweg eine Katastrophe" | BR24

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Augsburgs Trainer Martin Schmidt kritisiert sein Team nach der Niederlage gegen Frankfurt. Es soll eine knallharte Analyse folgen.

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Augsburgs Trainer Schmidt: "Es war schlichtweg eine Katastrophe"

Der Trainer des FC Augsburg spart nicht mit Kritik an seiner Mannschaft nach dem 0:5 in Frankfurt und kündigt eine "knallharte Analyse" an. Der Start in die Bundesliga-Rückrunde scheint damit misslungen - trotz des Sieges gegen Bremen.

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Der Augsburger Trainer Martin Schmidt blickte grimmig in den Laptop vor ihm auf der Bank. Er durfte sich darauf das Tor zum 4:0 noch einmal anschauen. Dabei sah er, dass der Frankfurter Filip Kostic den Ball völlig frei im Strafraum des FC Augsburg ins Tor schießen durfte.

Kurz danach traf Kostic nach einem Fehler des Augsburger Innenverteidigers Kostic sogar noch zum 5:0 (1:0), Augsburg leitete den 21. Spieltag am Freitagabend mit einer Blamage ein.

Schmidt kündigt "knallharte Analyse" an

"Die zweite Halbzeit war so nicht zu erwarten. Das war unsere schlechteste Halbzeit in diesem Jahr. Es war schlichtweg eine Katastrophe", sparte der Trainer Martin Schmidt nicht mit Kritik. Sein Angreifer Alfred Finnbogason, der sein Startelf-Comeback nach einer Verletzungspause gab, fand beim TV-Sender DAZN: "Uns erwartet eine lange Reise zurück nach Augsburg, da müssen wir uns viele Gedanken machen."

Auch Schmidt mahnte, dass er in der Heimat eine "knallharte Analyse" machen will. Schließlich verloren die die Augsburger bereits zum dritten Mal im neuen Jahr – und in vier Rückrundenspielen. Nach einer 3:1-Führung unterlagen die Schwaben dem BVB vor drei Wochen 3:5, im Anschluss daran setzte es ein 0:2 beim direkten Konkurrenten Union Berlin.

Das 2:1 zuletzt gegen Werder Bremen zeigten die Augsburger zwar eine erfolgreiche Trendwende. Der Erfolg brachte auch ein wenig Ruhe im Abstiegskampf, doch nun drohen die Augsburger wieder etwas abzurutschen in der Tabelle. Frankfurt ist am Freitag schon einmal vorbeigezogen.

Die gewohnte Giftigkeit fehlt den Schwaben

In Frankfurt fehlte den Augsburger Kickern bei allen Toren die Giftigkeit im Zweikampf, die die Schwaben bislang ja eigentlich ihre Bundesliga-Jahre durchweg auszeichnete. Nun konnten die Gastgeber ihre Treffer aber fast ungehindert erzielen. "Nach dem 2:0 war der Stecker gezogen, wir kamen nicht mehr raus", sagte Schmidt.

Lediglich in der ersten Halbzeit sah er sein Team auf Augenhöhe mit dem Europa-League-Teilnehmer. "Insgesamt haben wir zwei bis drei Chancen herausgearbeitet und könnten oder müssten in Führung gehen. Dann hätten wir das Spiel gehabt, was wir gewollt hätten."

"Das komplette Team ist in sich zusammengesackt." Martin Schmidt

Doch letztlich kamen die Frankfurter danach viel fokussierter aus der Kabine, der ehemalige Nürnberger Timothy Chandler erzielte sein zweites Tor (48.), beim 3:0 durfte André Silva völlig ungedeckt zwischen den Innenverteidigern aus fünf Metern ins Tor köpfeln. Und er hätte noch ein paar mehr solcher Chancen gehabt, die der FCA-Torwart Tomas Koubek noch entschärfen konnte.

"Das komplette Team ist in sich zusammengesackt", fand Schmidt. An ihm ist es nun, es schnell wieder aufzurichten. Am kommenden Wochenende gastiert der SC Freiburg in Schwaben. Ein Heimsieg wäre da Gold wert vor den schweren folgenden Partien in Leverkusen gegen Mönchengladbach und beim FC Bayern.